Gestern im Fernsehen: eine Reportage über sogenannte “Impfverweigerer”. Warum wollen sich einige nicht impfen lassen, zumindest derzeit noch nicht? Die mitgelieferte Erklärung ganz einfach: sie sind desinformiert, manipuliert und verunsichert. Sie haben Angst mit Mikrochips geimpft oder gar vom Staat getötet zu werden. So einfach ist das, und so dumm.

“Kritisch, investigativ und unerschrocken”, formuliert die Redaktion ihren Anspruch, und doch produziert sie einen Beitrag, der Menschen in aufgeklärt und verwirrt, in verantwortungsbewusst und leichtsinning spaltet. Null Respekt vor der Haltung der anderen. Deren tatsächliche Motive sind nicht mal eine Erwähnung wert. Dass sich diese auch gut informiert haben und zu einem anderen Entschluss gekommen sind: undenkbar. Die eigene Sicht ist richtig und gut, die der anderen unhaltbar und schäbig. Am Ende geht es nicht um Ethik und Moral, sondern um Zwang und Gruppendruck. Aufklärung kann immer nur den Weg in eine Richtung weisen. Wer sich anders orientiert, verweigert sich und gehört ausgegrenzt. Man kann ihn bedauern, aber man darf ihn auf keinen Fall ernst nehmen. Schließlich wäre das eine Bedrohung für die eigene Überzeugung, und die ist doch absolut. Null Toleranz, null Respekt. Wer nicht will, den muss man zwingen.

Die Diskussion über einen Impfzwang passt in die Zeit: Schonvermögen, Reichensteuer, Kindergeld, Kinderlosenabgabe, alte weiße Männer, aufgeweckte Intelligenz, Sexismus, Rassismus, Sprachregelung: immer geht es darum, andere könnten mehr haben als man selbst, und sei es nur die Freiheit der eigenen Entscheidung. Kränkungen gelten als überfällig und gerecht, und leider sind Parteipolitiker und Volkskirchenvertreter, die es schon immer gewusst haben wollen, ganz vorne mit dabei. Die Selbstgerechten sehen nun ihre große Stunde gekommen und appellieren als die Guten an die Solidarität und den Gemeinsinn der Bösen. Aber kann das funktionieren: schwarze Pädagogik, Leute dissen, um sie solidarisch zu machen? In der Geschichte hat das noch nie funktioniert. Am Ende ist immer der völlige Zusammenbruch gewesen.

In the pandemic, I regularly strolled around Siegen. It’s inspiring to see old things new, and it offers you a chance to realign with yourself and your surroundings. Here are some impressions from Ascension Day 2021.

“Gott wird uns nicht retten, das werden wir tun”, erklärte Luisa Neubauer im Berliner Dom Ende Februar 2021. Nicht von ungefähr erinnert es an eine Losung aus längst vergangenen DDR-Zeiten: “Ohne Gott und Sonnenschein bringen wir die Ernte ein.” Mensch und Natur wurden vollständig der herrschenden Ideologie unterworfen. Wer es ohne Gott versucht, glaubt, es besser zu können.

Für Christen ist ein achtsamer Umgang mit Gottes Schöpfung selbstverständlich – sollte es zumindest sein. Wir wissen, dass wir selber Teil der Schöpfung sind und nicht etwa über ihr stehen. Auch sind wir nicht perfekt, weshalb jedes Streben nach Perfektionismus pure Selbstüberschätzung ist. Wenn es gut läuft, sind wir aufrichtige Verwalter, die nach bestem Wissen und Gewissen hegen, pflegen und aufwerten, was ihnen nicht gehört.

Wir Christen sollen und müssen Verantwortung übernehmen, ohne dabei Chef spielen zu wollen. Konkret heißt das: jeder sollte sich Gedanken darüber machen, welchen Beitrag er oder sie leisten kann. Welche Verantwortung gilt es zu übernehmen? Umweltschutz ist unsere Aufgabe, aber auch Tierschutz. Ich zum Beispiel bin Vegetarier, weil ich zur industriellen Ausbeutung der Tiere nicht beitragen will. Es gibt viele Möglichkeiten, sich einzubringen. Nicht von jedem kann ich dasselbe erwarten. Respekt vor dem Beitrag eines jeden gehört dazu, denn wenn die Bewahrung der Schöpfung zur Rechthaberei und Gängelung wird, dient sie den Machtinteressen einzelner und nicht mehr dem Allgemeinwohl. Es gehört auch zu unseren Aufgaben, darauf hinzuweisen.

In diesem Zusammenhang stellen sich eine Reihe von Fragen: Erstens, ist der Versuch einer Standardisierung des Klimas, also die Formulierung von Klimazielen, noch berechtigte Sorge um das Allgemeinwohl oder schon maßlose Selbstüberschätzung? Zweitens, wissen wir überhaupt genug über das Klima und seine Dynamik, um Klimaziele realistisch zu formulieren? Drittens, stellen wir nicht viel zu viele Forderungen statt auf Motivation und Unterstützung zu setzen? Menschen mutlos zu machen, sie letztlich sogar zu entmündigen, spricht jedenfalls nicht von Achtung, sondern von Herablassung. Viertens schließlich, ist der naive Glaube an die Unfehlbarkeit der Wissenschaft nicht gefährlich? Durch wissenschaftliche Methoden kann sowohl Gutes bewirkt als auch Schaden verursacht werden.

Die Wissenschaft kann uns helfen und voranbringen, aber sie kann uns auch manipulieren und zurückwerfen. Jeder weiß das. Wissenschaft ist so gut oder schlecht, so korrupt oder integer wie die Menschen, die sie betreiben. Plagiate, falsche Doktoren und Laien, die trotzdem entscheidende Entdeckungen machen: Wahrheit hängt nicht von Titeln ab. Auch das weiß man. Oft ist Wissenschaft nichts anderes als Jagd nach Geld und Ruhm.

Der wichtigste Beitrag, den wir als Christen zur Klimadebatte leisten können, ist daran zu erinnern, dass es ohne Ehrfurcht vor dem Schöpfer keine Ehrfurcht vor der Schöpfung gibt, und der irrende Mensch böse auf die Nase fällt, wenn er auf allmächtig macht. Der Wille zur Macht ist dem Menschen inhärent. Für diese Wahrheit muss nicht mal die Theologie bemühen, ein Blick in die Geschichtsbücher reicht schon.

A good way to celebrate spring in these lockdown times is to take the camera and have a walk around town. I did that on Easter Sunday. Only a day later, wintry weather was back. I took some time to visit places from the past, not to dwell in past times but to realign my mind for the challenges ahead. A good way to prepare yourself for the festival of the resurrection.

Rund 3 Jahre lang haben wir Vokabeln gepaukt und Grammatik gebüffelt. Heute ist Rumänien für mich ein echter Wohlfühlraum.

Dr. Hildegard Dengel war uns stets eine strenge und facettenreiche Lehrerin: nicht nur Aussprache stand auf ihrem Lehrplan, sondern auch die Geschichte Rumäniens und sehr viel Landeskunde.

3 Jahre, die sich gelohnt haben: Rumänien ist mir zur Wohlfühlzone geworden.

Im Januar 2009 war es dann endlich soweit: wir bekamen unsere Teilnahmebescheinigungen und der amtierende Freudenberger Bürgermeister eine Lektion in Rumänisch:

“Im Rumänischen steht der unbestimmte Artikel vor dem Wort, aber der bestimmte Artikel ist ein Suffix.” Daraufhin gestand Bürgermeister Günther ein: “Es ist heftig, wenn man nach 6 Jahren Schulfranzösisch in Frankreich volltanken will und plötzlich wie der Ochs vorm Berge steht.”

Faceţi-mi vă rog plinul! Bitte volltanken auf Rumänisch.

Den Tank vollbekommen: kein Problem!, auch wenn ich zwischen Timișoara und București meistens mit dem Zug unterwegs bin. Aus einem unbekannten Land ist mir eine echte Komfortzone geworden, und hin und wieder besuche ich die Gottesdienste der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Siegen.

Während sprachlich manches in Vergessenheit geraten ist, sind Interesse und Zuneigung geblieben. Rumänien ist ein faszinierendes und widersprüchliches Land voller Reichtümer, Schönheiten und Abgründe. Eine romanische Sprache, direkter Erbe des klassischen Lateins, mit diversen slawischen Lautmerkmalen. Lebensfrohe Leichtigkeit, gepaart mit der Tiefgründigkeit orthodoxer Spiritualität. Die Landesgeschichte ist kompliziert. hin und hergeworfen zwischen Okzident und Orient, wovon auch die vielen Mythen und Sagen zeugen. Naturwunder, eine erstaunliche Architektur und eine ursprüngliche Landschaft. Ich bin nicht der einzige, der davon nicht mehr loskommt.

Übrigens kandidierte ich 2009 auch für das Bürgermeisteramt. Aus diesem Anlass führte die rumänische Journalistin Karina Gheorghe ein Interview mit mir.

Interview mit Rainer Beel
Fragen: Karina Gheorghe*

Karina Gheorghe: Wie sind Sie überhaupt dazu gekommen, im Bereich Politik tätig zu werden?

Rainer Beel: Ich bin schon immer politisch interessiert gewesen, aber sich zu engagieren? Ich stehe in manchem sicherlich links; zum Beispiel was den Gerechtigkeitsgedanken angeht. Vom Hintergrund und meinem Selbstverständnis her bin ich aber bürgerlich; und auch in vielem sehr wertkonservativ.

Meine erste Prägephase war in den 80er Jahren. Ich hörte damals Nena und wählte grün. Eine zweite hatte ich Anfang der 90er. Ich war zu der Zeit am Siegerlandkolleg, und dort waren es vor allem zwei Lehrer, die aus dem Funken Interesse das Feuer Engagement entfachten. Auch der Zusammenhang zwischen dem, was in einer Gesellschaft gilt und ihrem Erscheinungsbild wurde mir mehr als deutlich. So begann ich kurz entschlossen das Studium der Theologie statt der Politik. Englisch hatte ich sowieso machen wollen. 1998 trat ich der UWG bei. Die gibt es heute nicht mehr. Ein bisschen Protest und Unzufriedenheit mit den Verhältnissen hier vor Ort steckte auf alle Fälle dahinter. Ein Jahr später wurde ich Bürgermeisterkandidat der UWG. Das war natürlich noch zu früh.

Aus welchen Gründen möchten Sie nun nach 10 Jahren im Stadtrat für das Bürgermeisteramt kandidieren? Welches sind die Beweggründe Ihrer Kandidatur zum Bürgermeister?

Mich erschüttert der schleichende Niedergang, denn ich liebe meine Heimatstadt sehr. Es ist höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Die Freudenberger sollen wieder sagen können, daß es schön ist, hier zu leben. Als Bürgermeister möchte ich jeden Tag präsent sein und die Dinge voranbringen.

Sie sagten, Sie wollten die Kommunalpolitik ganz an den Nagel hängen. Warum haben Sie sich letzten Endes doch umentschieden?

Sicherlich hätte ich einen Schlußstrich ziehen können. 10 Jahre Opposition, 10 Jahre Aufzeigen von Alternativen und 10 Jahre der Abwehr nicht nachvollziehbarer Entscheidungen sind genug. Danach muß es weitergehen, oder es dreht sich alles im Kreis.

Leute, auf deren Meinung ich viel gebe, haben mich davon überzeugt, jetzt noch einmal als Bürgermeisterkandidat anzutreten. Die Zeit sei reif für eine Veränderung – und ich denke, sie haben recht.

Sie sagten, es gehe nun um alles oder nichts: Bürgermeisteramt oder Abschied von der Kommunalpolitik. Was gedenken Sie zu tun, wenn Sie Abschied von der Kommunalpolitik nehmen müssten. Welche Alternativen / Zukunftspläne haben Sie?

Beruflich würde sich zunächst nichts ändern. Politisch schon. Ich habe mich noch nie irgendwo aufgedrängt. In meinem Leben haben sich die Dinge bisher immer ergeben. Darauf setze ich auch weiterhin. Ich bin jetzt 42, ledig und flexibel genug, um noch mal was ganz anderes anzufangen.

Warum denken Sie, dass Sie die richtige Person für das Bürgermeisteramt sind?

Ich bin nicht nur parteilos, sondern auch parteiunabhängig. Ich bin verläßlich und konfliktfähig, ich kann ziemlich hartnäckig sein und weigere mich, in Schablonen zu denken. Selbst meine Gegner sprechen mir Entschlossenheit und persönliches Engagement nicht ab. Das alles möchte ich nutzen, um das Amt mit Charakter zu führen.

Welche Pläne haben Sie, wenn Sie die Kandidatur zum Bürgermeister gewinnen?
Was wollen Sie bewegen in Freudenberg?

Als Bürgermeister möchte ich ganz einfache Dinge tun. Ich möchte dafür sorgen, daß unsere Schulen in Ordnung sind, und daß in den Ämtern nicht nur verwaltet, sondern auch beraten wird. Ich möchte mich darum kümmern, daß man überall instand gehaltene Straßen vorfindet und die Grünanlagen wieder einladend aussehen.
Außerdem habe ich vor, unseren Kommunalpolitikern auf die Finger zu schauen.

Freudenberg hat einen mittelalterlichen Stadtkern. Den zu erhalten und mit neuem Leben zu erfüllen, würde ich als meine Aufgabe betrachten.

Aber Freudenberg hat auch viele Ortsteile mit jeweils eigener Geschichte und eigenem Charakter. Ich denke, daß es an der Zeit ist, ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln: Holzklauer und Alcher, Bühler und Büscher, Bottenberger, Lindenberger und Heisberger, Oberfischbacher, Heuslinger und Niederndorfer, Dirlenbacher, Flecker und Plittershagener, Mausbacher und Hohenhainer. Nur zusammen sind wir stark.

Wie lange dauert Ihr Amt, wenn Sie die Wahl gewinnen würden? Wen würden Sie dann ablösen und nach wie langer Zeit?

Die Amtszeit des Bürgermeisters ist verlängert worden. Ich würde 6 Jahre, also bis zum Herbst 2015 im Amt bleiben und müßte mich dann erneut zur Wahl stellen. Ablösen würde ich Eckhard Günther, der seit 1999, also schon seit 10 Jahren im Amt ist.

*Die Journalistin Karina Gheorghe lebt in Temeswar/Timişoara.

Im Leben bekommt man mehr als nur ein Zeugnis ausgestellt. Erst in der Rückschau wird deutlich, welcher rote Faden sich durch die verschiedenen Bewertungen zieht.

“Wissen Sie eigentlich gar nicht, dass man heute nur mit Jesus Christus keine Kirche mehr führen kann?”

Dieser Satz besiegelte meinen Austritt aus der westfälischen Landeskirche und damit auch der Ev. Kirchengemeinde Freudenberg. Zuvor hatte ich mich beim Evangelischen Studienwerk um ein Stipendium beworben. Ich war denen aber zu altgläubig, und die waren mir zu unglaubwürdig.

Im Jahr darauf war meine Mitgliedschaft in der EKvW Geschichte.

Das Gutachten, das der längst verstorbene Freudenberger Pfarrer Bernd Steinseifer im Februar 1994 über mich abgab, beschreibt mich immer noch gut. Ich habe es kürzlich wieder in der Hand gehabt.

Mit Pfarrer Steinseifer unterhielt ich mich oft und lange. Über sein Feedback zu meiner Arbeit über den Siegerländer Gemeinschaftsverband – da war ich längst ausgetreten – freute ich mich besonders.

Hier kommt es als PDF:

Auch mein damaliger Englischlehrer, der viel mehr als nur Englisch zu vermitteln wusste, stellte mir ein Empfehlungsschreiben aus: “strikte Pflichterfüllung” heißt es darin und “geistige Wendigkeit und Kreativität”.

Mein Abitur legte ich im Winterhalbjahr 1993/94 ab. Immerhin mit der Durchschnittsnote 2,1. Zuvor hatte ich manch eine berufliche Erfahrung gesammelt.

Vieles erschließt sich erst in der Rückschau richtig. Meine dienstliche Beurteilung nach dem Eintritt in den öffentlichen Schuldienst weicht von all dem nicht ab: “hohes Engagement”, “sozial-integrativer Führungsstil”, das liest man gerne. Selbst in einem mir übel wollenden Zeugnis werden mir gute Arbeit in meinen Fächern & “Selbstbewusstsein und Verhandlungsstärke” bescheinigt. Das ist doch ein gutes Fundament für weitere Aufgaben.

Heute findet sich in der Siegener Zeitung ein Leserbrief, der beispielhaft für viele ähnliche Meinungsäußerungen ist. Ein Herr Reiner Bald aus Weidenau findet, Präsenzgottesdienste seien Ausdruck eines schwachen Geistes, denn die Gemeinschaft mit Gott sei an keinen Ort gebunden. Ich will die Doppeldeutigkeit und das Spiel mit der Beleidigung gerne übersehen, aber als Christ und Theologe muss ich dem Dogma von der Distanzbeziehung widersprechen.

Dass Leute, die nicht viel auf Gott geben, glauben, in Corona-Zeiten brauche man überhaupt keine Gottesdienste, verstehe ich. Umgekehrt ist es selbstverständlich, dass Christen, die alle Hoffnung und Zuversicht auf Gott setzen, gerade in Corona-Zeiten nicht auf Gottesdienste verzichten können und wollen, denn Gottesdienste sind nicht nur Ausdruck des christlichen Bekenntnisses, sondern auch Updates des in der Taufe erfolgten Setups.

Konkret, so hat es Luther formuliert, sollen wir durch tägliche Reue und Buße den alten Adam in uns ersäufen. Das kann keiner für sich allein. Dazu brauchen wir die Gemeinschaft untereinander, aber vor allem die leibliche Gemeinschaft mit Christus in der Feier des heiligen Abendmahls. “Personalpräsenz” ist der theologische Ausdruck dafür. Dabeisein mit Leib und Seele.

Mit anderen Worten: unser Gebet soll nicht äußerlich bleiben, nur mit dem Verstand gesprochen. Es schließt den ganzen Menschen mit all seinem Wesen ein. Gebet will gelebt, nicht nur gedacht sein.

Aus all dem ergibt sich: der Gottesdienst ist eine Lebensäußerung der Kirche, wo keiner mehr stattfindet, ist die Kirche tot.

So this is Christmas
And what have you done?
Another year over
And a new one just begun



Dear Friends,

Another Christmas, another year (almost) over. And what a year 2020 has been! COVID, Brexit, many an unexpected turn of events in each of our personal lives. I quit teaching at the College of Further Education in Olpe. In the end, the situation there wasn’t tolerable any more. Next year I’ll start at a secondary modern school in Siegen.  Is there a chance to do something completely different in life? Let’s see.

Faith in God is what counts the most. God never sits down and folds his arms. Neither should we. The birth of Christ assures us that God has a plan for us and all his creation. Our Saviour is born, Christ our Lord and King. We, therefore, need not be afraid. God can do, to paraphrase the advert of a major broadband provider. All we have to do is trust in the Lord.

It’s not so important what we have done this year, it’s more important that we’re free to give it another go in 2021.

In this spirit, I wish you all a very merry Christmas and Prosperous New Year 2021.

Rainer

Es ist also wieder Weihnachten.
Wie ist es uns denn ergangen seit dem letzten Mal?
Wieder ein Jahr vorbei, und ein neues, das gerade anfängt.
Also wieder mal Weihnachten.

Liebe Leser,

dieses Jahr ist kein gewöhnliches Jahr gewesen. Mit der Pandemie ist uns ein Spiegel vorgehalten worden. Das Jahr hat begonnen wie immer, es wäre gelaufen wie immer, und dann wäre wieder Weihnachten gewesen, wie immer.

Es ist wieder Weihnachten, aber nicht wie immer. Ich weiß nicht, ob die Pandemie irgendeine Botschaft an uns ist. Aber ich habe die Pandemie als nachdrückliche Erinnerung an die Endlichkeit Zeit erfahren. Die Zeit ist kostbar, und am besten füllen wir sie mit Besonderem. Es hat sich vieles verändert, aber die Folgen all der Veränderungen sind meist noch unscheinbar.

Möge das kommende Jahr 2021 ein besonderes Jahr werden. Kein Jahr, für das man sich am Anfang Glück wünscht und gute Vorsätze fasst, und das dann so wird wie jedes andere Jahr auch.

Rainer

Ganz klar: Halloween hat nichts mit Kelten oder Satanismus zu tun. Trotzdem lehnen vor allem amtskirchliche, aber auch freikirchliche Kreise das Fest rigoros ab. Warum ist das so?

Die Antwort überrascht nur im ersten Moment: Angst!

Halloween in der Burgstraße 6

Zunächst ein bisschen Wissenschaft: Die Kelten siedelten einst in ganz Europa, nicht nur auf den britischen Inseln. Belege für ein keltisches Totenfest Ende Oktober gibt es keine, und nirgendwo gibt es Sitten und Gebräuche, die sich auf ein keltisches Totenfest zurückführen lassen. Jedoch gibt es im gesamten ehemaligen Siedlungsgebiet der Kelten Traditionen, die sich auf christliche Allerheiligenbräuche zurückführen lassen. Rübengeister und Heischebräuche sind weit verbreitet. Jack O’Lantern zum Beispiel, der mit einem glühenden Stück Kohle in einer ausgehöhlten Rübe zwischen Himmel und Hölle herumirrt (in der Neuen Welt wurde aus der Rübe ein Kürbis), entstammt so offensichtlich christlicher Vorstellungswelt, dass sich jede Diskussion über Kelten verbietet. Halloween (Allerheiligenabend) ist also nicht nur dem Namen nach ein christliches Fest. Aber woher kommt die Ablehnung mancher Kirchen?

In den USA lehnen vor allem evangelikale Kreise das Fest ab. Sie haben heute großen politischen Einfluss und propagieren ein streng dualistisches Weltbild: Halloween, Rockmusik und sexuelle Freizügigkeit sind für sie Versuchungen des Teufels und führen zum Verfall der guten Sitten. Seit einiger Zeit warnen sie vor Kindesmissbrauch und Kindesentführung zu Halloween und auch vor vergifteten Süßigkeiten und mit Rasierklingen gespickten Äpfeln. Wer Halloween feiert, huldigt dem Teufel, sagen sie und fürchten sich vor dem Verlust ihres politischen und kulturellen Einflusses.

Die Angst vor Bedeutungsverlust treibt auch die hierzulande wie Behörden organisierten Amtskirchen um. Sie warnen vor kommerziellem Humbug, fürchten um das besinnliche Totengedenken und klammern sich an das Privileg gestzlicher Feiertage. Damit propagieren sie ebenfalls einen dunklen Dualismus, ganz ähnlich wie die Evangelikalen in den USA.

Aus Angst vor Bedeutungslosigkeit mauern sich Evangelikale wie Amtskirchen immer weiter ein. Dabei ist die Frage, Halloween oder Allerheiligen bzw. Reformationstag?, irreführend, denn es handelt sich nicht um Gegensätze. Die historischen Wurzeln sind dieselben, im Laufe der Zeit haben sich die Feste nur auseinanderentwickelt.

Für die Kirche wäre es an der Zeit, den falschen Dualismus aufzugeben und wieder allumfassender, also im ursprünglichen Sinne katholischer zu werden.

Links

“Wunder gibt es immer wieder”, sang Katja Ebstein 1970. “Heute oder morgen können sie geschehen.” Warum auch nicht? Man muss nur hinschauen! Doch leider haben viele das verlernt. Pessimismus mit wissenschaftlichem Anstrich verstellt ihnen den Blick auf das Alltägliche: “Wunder gibt es immer wieder.”

Das Leben ist keine kleinliche Aufrechnung von Zwangsläufigkeiten, sondern so wunderbar und erstaunlich wie sein Schöpfer, der es jeden Tag erneuert und erhält. Gott lässt sich von uns nicht lenken und nicht leiten, sondern er lenkt und leitet uns. Das hätten viele gerne anders.

Ziel aller wissenschaftlichen Forschung, nicht nur der naturwissenschaftlichen, ist die Anwendbarkeit. Man will Pänomene verstehen, beschreiben und sie dadurch beherrschen. Ein Flugzeug, das nur in aller Regel fliegt, taugt nichts. Formulierte Naturgesetze bieten Sicherheit. Aber ein Arzt weiß sehr wohl, dass ein Mensch und seine Krankheit nur individuell behandelbar sind. Ein Arzneimittel für ein Leiden angewendet bei allen Patienten taugt nichts.

Als Theologe weiß ich vor allem eins: Gott ist völlig souverän in seinem Handeln. Man kann ihn nicht auf Gesetzmäßigkeiten festlegen noch als zum Lückenbüßer für Ausnahmefälle machen. Er lässt sich nicht erforschen, beschreiben und beherrschen.

Was wir über Gott wissen, wissen wir, weil er sich uns in Christus offenbart hat. Wir wissen genug, um uns ganz auf ihn verlassen zu können. Aber wir sind nicht schlauer als Gott, wir können unser Leben nicht alleine beherrschen und zur vollen Entfaltung bringen, nicht ohne Gott. Wir können auch keine Deals mit ihm machen. Wir können und sollen aber alles von ihm erbitten. Gott allein ist der Urheber der Regeln und Gesetze, und allein für ihn sind sie zur Gänze nutz- und anwendbar. Die Wunder in der Bibel offenbaren das, und Wunder gibt es immer wieder, auch heute und morgen noch.