Wenn dich dein Arzt zur Impfung drängt, hast du den falschen Arzt
In a changing world, stay true to yourself
Christ is Risen! Jesus is Alive! Easter greetings from No 6 Burgstraße

Für Dlsoz

Wir sind mitten in einer Kulturrevolution. Die vom woken Zeitgeist getriebene Neubewertung und Umgestaltung unserer Lebenswirklichkeit und aller tradierten Werte läuft auf eine komplette Neudefinitions des Menschseins hinaus. Aus Angst vor Diskriminierung schafft man alle Unterschiede ab. Nicht länger sollen menschliche Würde und Individualität durch Religion (Gottesbezug), Stammbaum, durch Geschlecht, Alter, Bildung und Lebensgefühl begründet sein, sondern sie sollen dehn- und formbar sein. Der neue Mensch wächst heran in Lebensabschnittsgemeinschaften, er ist nicht festgelegt auf ein Geschlecht, orientiert sich am Zeitgeist und ordnet sich der Gemeinschaft unter. Er gendert, lässt sich impfen und passt sich an. Seine Persönlichkeitsrechte stellt er hinter die Ansprüche der Allgemeinheit zurück. Ultimativ schützenswert ist nur noch die nakte Existenz. Beständiger Wandel ist die einzige Verlässlichkeit.

Das heißt aber nicht, dass Diskriminierungen damit überwunden wäre. Ganz im Gegenteil! Wer nicht gendert, wer Herkunft und Geschlecht als menschliche Identitätsmerkmale versteht und wer religiös gebunden und dem Zeitgeist gegenüber kritisch eingestellt ist, wird als Nazi stigmatisiert und gecancelt. Das trifft nicht nur Konservative, altgläubige (orthodoxe) Christen und Impfkritiker, es trifft auch Kurden, die sich einen eigenen Staat wünschen, und Buchautorinnen wie J. K. Rowling, die sich gegen Transgeschlechtlichkeit aussprechen.

In Deutschland zum Beispiel ist die steuerfinanzierte Kirche eine der Vordenkerinnen der Cancel Culture. So ließ die leitende Theologin der EKD, Annette Kurschus, wissen, dass sie Impfgegnerschaft nicht akzeptieren könne. Es lohne sich der Dialog nicht mehr.

Diese Haltung teilen auch Lokalblätter wie die Siegener Zeitung. Deren Berichterstattung ist entweder polemisch, oder aber die zahlreichen Proteste gegen die Spaltung der Gesellschaft und angedrohte Impfpflichten werden ignoriert. Die Bürgermeisterin der Kleinstadt Freudenberg, Nicole Reschke (SPD), sinniert in der Siegener Zeitung über die Frage eines Berufsverbots für nicht Geimpfte: “Das kann ich so nicht beantworten. Verweigerer sollen ihre Tests generell selbst bezahlen müssen.”

Canceln und Dissen sind in Deutschland normal geworden. Aber dabei muss ich nicht mitmachen, und ich muss mich dem auch nicht fügen. Jeder hat das Recht, über sein Leben selbst zu entscheiden. Niemand muss sich ausgrenzen und unterbuttern lassen. Niemand muss einen medizinischen Eingriff, vor dem ihm graut, einfach geschehen lassen. Den Nazi-Schuh muss sich sowieso niemand anziehen, schließlich sind wir schillernden Gestalten wie Annette Kurschus und Karl Lauterbach keine Rechenschaft schuldig. Beide können uns den Buckel runterrutschen. Unsere Wünsche und Werte sind es doch, die zählen. Ohne ein gesundes Selbstbewusstsein gibt es kein gelingendes Leben, und ohne Achtung vor sich selbst, kann niemand etwas erreichen. Heute ist der Tag, sich zu prüfen: Wie will ich leben, welche Aufgaben passen zu mir und meinen Möglichkeiten? Lebe ich meinen Idealen entsprechend, oder mache ich mich selbst klein, versuche ständig, anderen zu gefallen und hadere mit mir selbst?

Anpasserei, Gefallsucht und Nützlichkeitsdenken sind Verführungen, die ins Verderben führen. Am Ende lassen sie einen mit leerem Gemüt und leeren Händen dastehen.

Ich mag mich. Mit diesem Satz fängt der persönliche Kassensturz an. Was habe ich verbockt, was gelingt mir einfach nicht, was lerne ich daraus und was kann ich in Zukunft besser machen?

Plötzlich wird man feststellen, was alles verzichtbar ist: Zeitungen, die gegen einen selbst anschreiben; Parteien und Gewerkschaften, die nur ihr eigenes Ding machen; Jobs, die mehr von einem fordern als sie einbringen; Loyalitäten, die nur einseitig sind. Schluss damit!

Es ist ebenso wichtig, Nein sagen zu können wie vertrauen zu können. Aber was soll man ablehnen und was annehmen? Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Es hängt von der eigenen Persönlichkeit, der Lebenssituation und, damit letztlich verbunden, vom eigenen Bauchgefühl ab: Was für den einen richtig ist, empfindet der andere als Zumutung. Auch die Frage nach der eigenen Identität spielt eine Rolle. Welche Werte sind mir wichtig, woran glaube ich, wo gehöre ich hin?

Ob man sich also impfen lässt oder nicht, kann einem kein Gesundheitsminister und keine Studie beantworten. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ausgeübter Druck und Zwang sprechen ganz klar dagegen. Wer unsicher ist, sollte sich zunächst fragen, ob er Teil einer Druck-und-Zwang-Community sein will oder lieber seinen eigenen Weg geht. Wer Altes zurücklässt, wird Neues finden. Um neue Wege zu gehen, braucht man Mut und Kraft. Voraussetzung dafür ist Vertrauen. Deshalb birgt jede Krise die Chance zu einem Neuanfang in sich. Statt sich einfach impfen zu lassen, ist es oft besser, sich selbst zu prüfen und seine persönliche Kulturrevolution zu starten: vom Erdulder zum Gestalter des eigenen Lebens.

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Warum ich mich nicht impfen lasse

Andacht zu Sprüche 3,3-4

“Gnade und Treue sollen dich nicht verlassen. Hänge meine Gebote an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens, so wirst du Freundlichkeit und Klugheit erlangen, die Gott und den Menschen gefallen.”

Ihr Lieben, mit diesen beiden Versen, den Versen 3 und 4 aus den Sprüchen Salomos begrüße ich euch alle hier auf dem Siegener Kornmarkt.

Erinnert ihr euch noch? Vor rund zwei Jahren fingen die Leute plötzlich an Klopapier zu horten. Geschäftstüchtige Apotheker verkauften selbst hergestelltes Desinfektionsmittel zu 10 Euro pro Fläschchen. Zuerst schlossen die Schulen, dann die Geschäfte. Schließlich wurden Grenzen dicht gemacht. Wir setzten uns Stoffmasken auf oder trugen Schals über dem Gesicht – ich habe noch superschöne, handgemachte Masken aus England.

Am 11. März 2020 rief die WHO eine Pandemie aus, und es folgten Apelle an die Solidarität. Aber heute stehen wir vor einem Scherbenhaufen: übelste Beleidigungen, Beschimpfungen, Ausgrenzungen und drohende Impfpflichten haben die Gesellschaft verroht und gespalten. Hass gegen Andersdenkende wird sogar auf Kanälen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geschürt. Zum Beispiel so: nicht Geimpfte sind wie ein eitriger Blinddarm, den man wegschneiden muss.

Heuchelei und Doppelmoral sind die neue Political Correctness. Wer sich nicht beugt, nicht mitmacht, der muss eben die Konequenzen tragen. Von Freundlichkeit und Klugheit keine Spur.

Morgen ist Valentinstag. Die Historiker tun sich schwer mit einer Biografie des heiligen Valentins; und vielleicht ist die Geschichte seines Lebens und seiner Taten eher Legende als Tatsache. Aber was von ihm überliefert wird, hat theologisch mehr als einen wahren Kern.

Im Rom des 3. Jahrhunderts, ergriff Kaiser Claudius Maßnahmen, die sicherstellen sollten, dass die Nation mächtig und der Staat wehrhaft blieb. Eine starke Armee war dafür die Voraussetzung, und deshalb sollten junge Männer ihr persönliches Glück und ihre eigene Lebensplanung hinter die Interessen der politischen Gemeinschaft stellen. Niemand war verzichtbar, alle zählten und deshalb verbot Claudius kurzerhand Verlobungen und Ehen.

Der Heilige Valentin erkannte die Ungerechtigkeit dieser Verordnungen und hielt sich nicht daran. Ihm war das christliche Doppelgebot der Liebe wichtiger. “Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft”, und “du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.” Valentin ließ sich nicht beirren. Er wusste, Gott selbst hatte den Bund der Ehe gestiftet, und deshalb entsprach er weiterhin den Wünschen der Liebespaare nach dem Ehesegen. Am Ende kostete ihn das den Kopf. Aber auch der Kaiser kam nicht ungeschoren davon: er verstarb kurz darauf an den Pocken.

“Hänge meine Gebote an deinen Hals und schreibe sie auf die Tafel deines Herzens, so wirst du Freundlichkeit und Klugheit erlangen, die Gott und den Menschen gefallen.”

Ihr Lieben, der Valentisnstag ist noch immer eine feste Größe im Kalender. Aber an den Kaiser Claudius mit Beinamen Gothicus erinnert sich kaum noch jemand. Valentin beherzigte die Gebote Gottes, folgte seinem Gewissen und handelte freundlich und klug. Claudius hingegen verließ sich auf seine Macht und seinen Verstand. Menschenleben bedeuteten ihm nicht viel. Er handelte gemein und arrogant.

Auch hier und heute haben wir die Wahl, wir können es halten wie Valentin, oder wir können es halten wie Claudius. Wir können auf unser Herz hören oder uns von irgendwelchen Theorien, Inzidenzen und vermeintlich rationalen Weltanschauungen blenden lassen.

Seien wir klug, machen wir es wie Valentin.

Segensbitte

Allmächtiger Gott, barmherziger Vater, segne uns und behüte uns, lass wachsen und reifen, was du selbst in unser Herz gelegt hast, und bewahre uns im Frieden. Amen.

>>> Valentinstag

Wenn ich mir etwas nicht verabreichen lassen will, ganz egal um welche Art von Präparat es sich dabei handelt, dann muss ich das nicht weiter begründen; insbesondere muss ich keine Studien beibringen, welche eine Bedenklichkeit des zu verabreichenden Mittels attestieren. Mein Nein reicht! Das zu akzeptieren gehört zu den Spielregeln unseres menschlichen Miteinanders. Die Bundesregierung hat nun angekündigt, sich an diese Spielregeln nicht mehr halten zu wollen, und sie beruft sich auf eine vermeintliche oder tatsächliche Mehrheit der Bevölkerung, die das genauso sieht. Aber ist es damit getan: der alte Konsens ist tot, es lebe der neue?

Liebe Leser, die wenigsten von uns sind Virologen oder Epidemiologen. Aber das gilt auch für die Politiker, die darüber entscheiden. Wir alle können uns sachkundig machen und eine Meinung vertreten. Es hat auch jeder seine Lebensgeschichte, seine Erfahrungen im Umgang mit Krankeit und Schmerz, seine Weltanschauung, seine Grundüberzeugungen und so weiter.

Bei der Diskussion über die Corona-Maßnahmen und ganz besonders über die Impfpflicht sind neben der medizinischen Fachdiskussion all diese Dinge relevant. Es gibt Leute, die generell der Schulmedizin gegenüber skeptisch sind, andere sehen die politische Dimension: Impfpflicht heute, Patientenregister und BMI-Klausel morgen. Es gibt so viele Aspekte, die zu bedenken sind, dafür jedoch erstaunlich wenig Toleranz. Die einen haben Angst vor dem Virus, die anderen Furcht vor der Therapie. Meines Erachtens ist es völlig falsch, alle auf eine Herangehensweise verpflichten zu wollen. Was ist aus dem Zusammenhalt am Anfang der Pandemie geworden? Was würde die Durchsetzung der Impfpflicht aus der heute schon verunsicherten Gesellschaft machen?

Mein Vorschlag: wir alle setzen uns für mehr Zusammenhalt ein, und das setzt mehr Freiheit voraus. Durch Zwang erreicht man nur mehr Widerstand.

Fakt ist: mit der drohenden Einführung der allgemeinen Impfpflicht geht ein neues Menschenbild einher. Noch immer leitet sich die Unverletzlichkeit und Würde des Einzelnen nicht von seinem Wert oder Beitrag für die Gesellschaft ab, weshalb die Gesellschaft stärker in der Pflicht ist, die Unverletzlichkeit und Würde des Einzelnen zu schützen als umgekehrt. Doch dieser Konsens ist brüchig geworden. Politiker fast aller Parteien argumentieren inzwischen, der Einzelne habe eine größere Bringschuld der Gesellschschaft gegenüber als andersherum. In der Konsequenz würde das bedeuten, dass die Unverletztlichkeit und Würde des Einzelnen von seinem Wert und Beitrag für die Gesellschaft abhinge. Ein kompletter Paradigmenwechsel!

Wenn der Einzelne stärker für die Gesellschaft in die Pflicht genommen werden soll, muss zunächst die Frage geklärt werden, welche Ansprüche der Einzelne gegenüber der Gesellschaft hat. Sonst muss ein solches Unterfangen scheitern. Welche neuen Spielregeln sollen gelten? Wie wollen wir in Zukunft leben? Die Einführung einer Impfpflicht ist ein Politikum, und ohne breite und tiefe politische Diskussion kann es keine Impfpflicht geben. Alle Karten müssen vorab auf den Tisch, und keinesfalls kann ein solcher Paradigmenwechsel durch Lockdowns und den Ausschluss ganzer Bevölkerungsgruppen erzwungen werden. Viele haben dafür ein gutes Gespür, und sie machen ihren Protest sichtbar, so auch in Siegen.

Es ist erstaunlich, wie viele Menschen Montag für Montag auf die Straße gehen, auch in Siegen. Ein Querschnitt durch die Bevölkerung, jüngere, ältere, Kinder und Senioren, Frauen und Männer, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund; alle politischen Farben sind erkennbar. Es eint uns die Erfahrung, als Nicht-Geimpfte kaum noch Gehör zu finden und sofort in die Schwurbler-, AfD- und Verschwörungsecke gestellt zu werden. Geradezu widerlich ist der Versuch von Organen wie der Siegener Zeitung, uns Demonstranten, die wir ja so divers sind, als AfD-Mitläufer, III.-Weg-Sympathisanten oder verkappte Nazis zu verleumden, denn das relativiert die Verbrechen der Nationalsozialisten, und zwar nicht zu knapp.

Zum Abschluss noch ein persönliches Wort: Viele kommen derzeit an den Rand ihrer Möglichkeiten. Gegenwind ist okay, aber der Respekt vor dem Menschsein sollte nie fehlen. Sonst begeben wir uns auf das Niveau von Organen wie der Siegener Zeitung. Hass und Hetze sind aber niemals die Lösung egal welcher Probleme.

Vergessen wir die hündische Presse, vertrauen wir auf unsere eigene Intuition. Streiten wir für eine plurale und offene Gesellschaft, in der man Weltanschaungen sowohl ablehnen als auch teilen darf.

Nieder mit dem Opportunismus!

Wer nicht Nein sagen kann, dessen Ja ist wertlos.

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Wochenspruch

Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

Andacht: Darf ich bitten?

Was für ein Jahr liegt hinter uns! So viel hat sich verändert, gesellschaftlich und privat. Ich habe vieles auf den Prüfstein gestellt und aller Nostalgie abgeschworen. Rückblickend erkenne ich Gottes Hilfe und Unterstützung in meinem Leben, und dafür bin ich sehr dankbar.

Dass ich heute hier stehe, hätte ich mir letzten Sommer noch nicht träumen lassen. Damals dachte ich, es gibt eine Rückkehr in den allbekannten Trott. Heute weiß ich, das wäre furchtbar gewesen, denn Stillstand ist auf Dauer unerträglich. Manchmal kommen Veränderungen in Trippelschritten, manchmal in großen Sprüngen. Im letzten Jahr erlebten wir einen regelrechten Ausbruch an Veränderungen. Darauf war niemand vorbereitet. Unser irdisches Leben ist und bleibt eben ein Tanz auf dem Vulkan.

Im anglikanischen Gesangbuch gibt es ein Lied von Sydney Carter. Es heißt “Lord of the dance” (Ich tanzte am Morgen). Das Leben Christi wird darin als Tanz beschrieben, und die die erste Strophe handelt vom Morgen als die Welt begann bis zur Wiege, die in Betlehem stand. Von der Schöpfung bis zu Weihnachten also. Der Tanz ist Ausdruck der Schöpfung und des Lebens, eines bewegten, von Gottes Geist getriebenen Lebens – und natürlich auch der Lebensfreude.

Der Jahreswechsel ist die Zeit für gute Vorsätze. Damit sie sich aber im Laufe des Jahres entfalten können, ist es wichtig, dass die Grundvoraussetzungen stimmen: Was wollen wir? Was ist uns wichtig? Wer oder as treibt uns an? Wofür sind wir bereit, Widerspruch und Ablehnung hinzunehmen? Ehrlichkeit zum Beispiel, Fairness, Lebensfreude und Beständigkeit. Christlich gesprochen geht es darum, sich führen und leiten zu lassen und nicht aufzugeben, wenn Angriffe durch Mark und Bein gehen. Christus ist der Meister des Tanzes, und die Tanzschritte sind Wahrheit, Gerechtigkeit, Wachsamkeit und Glaube. Wer sich von Christus zum Tanz bitten lässt, muss sich nicht mal vor der größten aller Niederlagen fürchten, dem Tod.

Lassen wir uns im neuen Jahr also nicht von Angst und Scharfmachern beeindrucken, sondern lassen wir uns vom auferstandenen Christus zum Tanz bitten und lassen wir uns von ihm führen und leiten. Lasst uns all jenen die Hände reichen, die Angst haben und von Scharfmachern verängstigt werden.

Selbstverständlich ist es nicht okay, Leute als Verschwörungstheoretiker Schwurbler und Aluhutträger zu beschimpfen, nur weil man deren Meinung nicht teilt und offensichtlich auch nicht hören will. Aber lasst uns nicht Scheltwort mit Scheltwort vergelten, sondern einladend und hilfsbereit bleiben. Setzen wir uns für Meinungsfreiheit, Gerechtigkeit und Frieden ein, und vor allem, lassen wir uns nicht entmutigen. “Seid fröhlich und jubelt”, sagt Jesus in der Bergpredigt – und schließlich ist er der Herr des Tanzes.

Gebet

Herr, / lasse uns in deiner Gemeinschaft und Liebe bleiben. / Du forderst uns auf, dir all unsere Not zu klagen. / Erhöre unsere Gebete und nimm einen jeden von uns an die Hand. / Verwandel unsere Klage in einen Reigen und führe unsere Schritte. / Dir sei Lob und Ehre in Ewigkeit. Amen.

Segensbitte

Herr, segne und behüte uns; Herr lass dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig; Herr erhebe dein Angesicht auf uns und gib uns Frieden. Amen.

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Das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit.” (Johannes 1,14)

Christus, der Game-Changer

Klirrend kalt ist es die letzten Tage gewesen, und das hat nicht nur an den niedrigen Außentemperaturen gelegen. Auch die gesellschaftliche Kälte haben wir alle extrem zu spüren bekommen: in den Familien, am Arbeitsplatz, in den Schulen und im Freundeskreis. Auch seitens der Politik und vieler Medien ist uns ein eiskalter Wind entgegengeschlagen: Freundschaften sind daran zerbrochen; Angst, Streit und Ungewissheit haben Viele nachts nicht schlafen lassen.

Ein sehr bekanntes englisches Weihnachtslied heißt “In the Bleak Midwinter” (Mitten im kalten Winter). Die erste Strophe beschreibt diese frostige Zeit sehr gut: klirrend kalter Wind, die Erde hart wie Eisen, das Wasser wie ein Stein.

Heute ist der zweite Weihnachtsfeiertag. Ob wir Christen sind oder nicht, wir alle stehen heute Abend hier, viele von uns mit einer Kerze in der Hand, weil wir wissen: Es reicht nicht, auf bessere Zeiten zu warten. Natürlich, der Frost wird nicht in der Erde bleiben. Aber was ist mit dem Frost, der in die Herzen gekrochen ist, was mit den entstandenen Verhärtungen in der Gesellschaft, in den Familien und im Freundeskreis?

In der zweiten Strophe heißt es: “Himmel und Erde werden entfliehen, wenn Er kommt, um zu herrschen.”

An Weihnachten feiern wir die Geburt Christi. Aber wenn wir das Fest nur als Kindergeburtstag verstehen, verkennen wir seine wahre Bedeutung. Tatsächlich ist es eine Krönung: der Herr der Heerscharen, Gott selbst, reißt die Himmel auf, entfernt Schloss und Riegel und öffnet Tor und Tür.

Im Stall von Bethlehem wird Gott zum Game-Changer. Er kommt nicht her vom Himmel hoch, um mit etwas mehr Mitgefühl für uns in den Himmel zurückzukehren, sondern er kommt, um zu bleiben – und das ist eine schlechte Nachricht für all jene wie Herodes, die glauben, sie könnten sich aufblähen und mit allerlei Forderungen, Pflichten, Zwängen, Lügen und Ungerechtigkeit irdische Machtansprüche stellen.

In der letzten Strophe von “In the Bleak Midwinter” taucht wie Frage auf, was wir ihm geben können. Schließlich sind unsere Mittel und Möglichkeiten begrenzt.

Wir können und müssen keine Vorleistungen erbringen. Gott kommt nicht mit einem Katalog von Forderungen. Pflichten und Zwänge sind keine Mittel seiner Herrschaft. Allein unser Glaube ist wichtig, und das Vertrauen, sich von ihm verändern zu lassen. Gott hat im Stall von Bethlehem eine Bewegung gegründet, und die Botschaft lautet: schließt euch an, macht mit und verändert die Dinge zum Guten. Die Welt kann nicht verloren gehen, weil Gott selbst zu ihrer Rettung erschienen ist. Das ist der Grund der weihnachtlichen Freude: Glaube, Liebe und Hoffnung führen zum Ziel.

Unser Beitrag sind die drei, vor allem aber die Liebe.

Wer mit mir beten möchte, kann das jetzt tun.

Gebet

Herr, die Könige brachten dir Gold, Weihrauch und Myrrhe.
Aber wir haben nichts, was wir dir bringen könnten.
Deshalb bringen wir dir, was du uns gebracht hast: unser Leben für dein Leben.
Amen.

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Trinity College Choir: In the Bleak Midwinter

Neudeutsch könnte man es Mobbing nennen, aber in Wahrheit ist es Psychoterror: die Stigmatisierung, Beschuldigung, Beleidigung und gesellschaftliche Isolierung von Menschen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen gegen eine Impfung mit den bedingt zugelassenen Präparaten entschieden haben. Schon der Begriff “Ungeimpfte” soll andeuten: die Nicht-Geimpften sind unzureichend informiert, verhalten sich unsolidarisch und überhaupt ist deren gesamtes Denken und Tun unangemessen. Damit ist zugleich die Norm gesetzt: der Geimpfte, der sich an alles hält, was ihm von den Regierenden und deren Experten vorgeben wird. Da die allermeisten Medien die jeweils vorherrschende Sichtweise schnell übernehmen, unterbleiben öffentliche Kritik, eine echte Diskussion und die Suche nach einem Konsens. Wer sich nach wie vor verweigert, ist völlig auf sich gestellt: ein Schwurbler, Aluhut und nicht ernst zu nehmen, kurz: ein Ungeimpfter.

Trotzdem ist der Pieks ist kein Pieks und Wissenschaft ist keine Wahrheit, sondern die Suche danach. Sprachlenkung und Irreführung bestimmen derzeit einen Diskurs, den es gar nicht gibt. Nicht das Argument, sondern die Mehrheit soll entscheiden. Das aber ist keine Demokratie, sondern Willkür. Es fängt schon damit an, dass man gegen ein Virus, das mutiert wie ein Grippevirus – und übrigens auch ähnlich gefährlich oder ungefährlich ist – gar nicht impfen kann. Denn niemand, auch nicht der klügste Virologe kann die nächste Mutation vorhersehen. Man müsste die Leute jedes Mal von neuem Impfen. Das verpflichtend zu machen, ist aber völlig unrealistisch, denn am Ende ist der Pieks kein Pieks, sondern ein risikoreicher Eingriff in unser Immunsystem. Ohne ausdrückliche Zustimmung ist und bleibt er eine rechtswidrige Körperverletzung, die niemand rückgängig machen kann. Die von Politikern propagierte Impfpflicht ist also ohne Wenn und Aber verfassungswidrig

Die Wissenschaft ist der Versuch, Wissen zu schaffen. Mehr darf sie auch gar nicht sein, denn sonst wird es gefährlich. Wer aus der Wissenschaft ein Dogma macht, stellt sich gegen die Wissenschaft selbst, denn auf Suche nach Erkenntnis und Wahrheit darf es keine Beschränkungen und keine Schlußstriche geben. Wer aus der Wissenschaft die Wahrheit macht, ordnet den Menschen mit seiner Freiheit und Persönlichkeit vorläufigen Erkenntnissen unter, macht ihn damit verfügbar und wertet ihn ab. Menschen nach ihrem Impfstatus zu unterscheiden, ist ein Anfang, dem es zu wehren gilt. Gegen ein technisches Menschenbild, das den Einzelnen nur noch als Rädchen im größeren Gefüge sieht, muss man sich auflehnen. Der Widerstand ist legitim und geboten!

Einen Diskurs kann man nicht durch Brüllen führen. Wer für Gegenmeinungen und die Sichtweisen anderer nicht mehr offen ist, verwechselt Diskurs mit Diktatur. In einer Diktatur ist kein Diskurs mehr möglich, er wird durch Druck, Angst und Einschüchterung unterbunden. Auf diesem Wege sind wir aber, und deshalb ist unsere Demokratie in Gefahr. 

Was ist zu tun? Die Politik muss liefern! Eine sofortige und vor allem glaubwürdige Absage an die Impfpflicht. Eine gesellschaftliche Debatte über die Wege aus der Krise und eine Stärkung der Freiheitsrechte, denn ohne die kann keine Eigenverantwortung eingefordert werden. Aber ohne Eigenverantwortung lässt sich eine Krise nicht überwinden, denn schwache Menschen verzweifeln, nur starke packen an, so oder so. Deshalb muss ich die Starken gewinnen, nicht verprellen. Zeit für eine Umkehr.

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Die Siegener Lutheraner feierten am 19. September 2021 ihr hundertjähriges Gemeindejubiläum. Aus diesem Anlass war Bischof Hans-Jörg Voigt DD nach Siegen gekommen, um in der St.-Christophorus-Kirche die Festpredigt zu halten. Bischof Voigt verglich die Kirche mit einem Botschaftsgebäude und spielte damit nicht nur auf die Diasporasituation der heimischen Lutheraner an: „Eure Gemeinde und Kirche sind eine Botschaft des Reiches Gottes in dieser Zeit und Welt.“

Die Ewigkeit habe schon angefangen, als Jesus am Kreuz ausrief: „Es ist vollbracht!“

Während das Virus im Lande schon länger bestehende Konflikte aufbrechen lasse und besonders junge Menschen Naturveränderungen als Bedrohung erlebten, sei es tröstlich zu wissen, „dass nicht wir die Welt erlösen müssen. Das tut Gott. Gott rettet die Welt“, so der Bischof, der seine Predigt so beendete: Hier in eurer Gemeinde, deren 100. Geburtstag wir heute feiern, und in dieser Kirche kommen deine Beziehungen wieder in Ordnung und die Angst vor der sich verändernden Natur wird klein, weil Gott hier wohnt.

Der Predigt schloss sich die Feier des Heiligen Abendmals an. Nach dem Gottesdienst gab es auf dem Kirchengelände ein gemütliches Beisammensein mit Bratwurst, Salaten und Getränken, später auch Kaffee und Kuchen.

Zum Hintergrund:

Ca. 1570 wird das Siegerland unter Graf Wilhelm dem Reichen lutherisch. Allerdings wird schon 50 Jahre später das reformierte (calvinistische) Bekenntnis eingeführt. Ausschlaggebend waren keine konfesionellen Überlegungen, sondern Macht und Politik. Als Folge dessen sind die meisten evangelischen Kirchengemeinden des Siegerlandes noch heute reformiert und gehören zur westfälischen Landeskirche, die wiederum eine Gliedkirche der EKD ist.

Vor etwas über 100 Jahren trifft sich ein kleines Häuflein Lutheraner zunächst noch in Privathäusern, doch schon 1920 werden sie von einem Pfarrer der Kölner St Johannis-Gemeinde betreut, und es kommt zur Gründung einer lutherischen Gemeinde, die kurze Zeit später im Vereinshaus Hammerhütte Unterkunft findet. Die Gemeinde wächst. 1971 wird die St. Christophorus-Kirche im Siegener Stadtteil Numbach errichtet.

Die Siegener Gemeinde gehört zur Selbständigen Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), die keine Freikirche, sondern eine konfessionelle Minderheitenkirche ist. Anders als die multikonfessionelle EKD nimmt die SELK einen betont lutherischen Standpunkt ein. Das Selbstverständnis der SELK ist ökumenisch, also im besten Sinne des Wortes katholisch, orthodox und evangelisch.

Weiterführende Links:

Im Siegerland prangen neben dem von Volkmar Klein (CDU) die Konterfeis von Luiza Licina-Bode (SPD) und Henning Zoz (AfD). Selbstverständlich wollte ich von allen Drei wissen, wo ich als eigenständiger, selbst denkender Mensch bleibe. Herrn Klein (CDU) war ich keiner Antwort wert: no answer was the firm’s reply. Frau Licina-Bode (SPD) antwortete mir zwar, bat mich aber, sie damit nicht zu zitieren, da sich ihr Sinn, Zweck und Reichweite meiner Seite nicht erschließe. Als einziger war Henning Zoz (AfD) bereit, meine Frage zu beantworten und sich damit auch zitieren zu lassen.

Hier zunächst meine Frage an Frau Licina-Bode und Henning Zoz:

“Ihr Bild prangt überall, kein Zweifel: Sie kandidieren hier. Bei dieser Wahl treiben mich viele Fragen um, aber eine gewinnt immer mehr an Bedeutung, daher schreibe ich Ihnen heute. Ich werde, ungeachtet der Partei, der Kandidatin oder dem Kandidaten meine Erststimme geben, der allen Bürgern unseres Landes, gleich welcher Herkunft, welchen Impf- oder Familienstatus und gleich welcher Konfession oder Weltanschauung dieselben Rechte zuerkennt. Das Gleichheitsrecht ist für mich kein abstrakter Begriff, sondern ein unaufgebbares Grundrecht. Daher meine Frage: Wie stehen Sie dazu, und werden Sie sich dafür einsetzen, dass es in Deutschland keine Impfapartheit gibt?”

Es folgt die Antwort von Henning Zoz:

“Lieber Herr Beel,

ich müsste Ihnen ansich übel nehmen, dass Sie mir so eine Frage überhaupt stellen. (…)

Wir sind Menschen. Menschen beantworten Ihre Frage mit JA. Jetzt wissen Sie auch, warum ich m. E. völlig zu Recht behaupte, dass unsere Gesellschaft im Zusammenhang mit dem Corona-Überreaktionsirrsinn unmenschlich und grausam geworden ist. (…) Die Halbwertszeit der Unvorstellbarkeiten ist auf Stunden heruntergebrochen. Letzte Klage nebst Eilantrag letzte Woche Montag, nächste Klage nebst Eilantrag Heute.

Tatsächlich war und ist das auch so im Zusammenhang mit dem Klima-Irrsinn. Hier bleibt das nur besser versteckt. Auch Klimawandel leugnet niemand, nur anhalten werden wir auch den nicht. Am Ende dürfte man die These wagen: Ideologie lehnt Kompromissbereitschaft ab, Ideologie ist daher unmenschlich und kann sehr sehr grausam sein. Für ein Windrad können Sie jeden Baum fällen und für ein Elektro-Auto sämtliche Kinder in Afrika schuften lassen.”

Drei Kandidaten habe ich gefragt, aber nur eine Antwort habe ich zur Veröffentlichung bekommen. An dieser Stelle wollte ich aufhören, weil jeder sich dazu seine eigenen Gedanken machen muss. Letztlich erschien mir aber so ein Schluss allzu unfertig. Daher doch noch ein Schlußgedanke von mir:

Wer in die Politik geht, sollte nicht nur einen eigenen Standpunkt haben, sondern ihn auch vertreten wollen. Was nutzt die beste Absicht, wenn sie immer hinter anderen Überlegungen zurückbleiben muss? Man kann falsch liegen, man kann eine Minderheitenposition vertreten, aber immer nur auf Mehrheiten und den eigenen Platz in einer Partei oder Gesellschaft zu schielen, ist zu wenig für ein Mandat.

Ich empfinde die Stimmung bei uns derzeit als bedrückend und bedrohlich. Es geht nicht allein um Rechte, es geht auch um Werte, und es geht um Charakter. Ich wünsche mir keine uniforme, gesichtslose Gesellschaft. Ich wünsche mir eine streitbare Gesellschaft, mit Respekt vor der Meinung des anderen, auch wenn man dessen Einstellungen nicht teilt, vielleicht sogar verurteilt. Deshalb sollten wir jedem einen aufrechten Gang und ein gesundes Rückrat wünschen. Solidarität heißt nicht, andere zu vereinnahmen, sondern sich gegenseitig zu unterstützen. Eine Gesellschaft von Ja-Sagern ist eine Nicht-Gesellschaft, eine Gruppe von Leuten, die nicht mal mehr miteinander streiten können. Der eine ist dem anderen völlig egal.

Robert Habeck from the German Green Party says people who refuse vaccination are lazy. Facebook and Google applaud. They’ve made it mandatory for their employees to get the jab: no vax, no job. For Robert Habeck, it’s no vax no rights.

I told you that Facebook blocked my website. They don’t want people like me to tell you that the whole idea of mass and compulsory vaccination is a deeply neoliberal concept.

For the most vulnerable, economically speaking, it’s hardest to defend themselves. No job, no rights unless you do what you’re told.

Wake up, everyone!

Sehr geehrter Herr Klein,

am Sonntag, dem 26. September finden Wahlen zum deutschen Bundestag statt. Sie gehören dem Bundestag bereits an und bewerben sich erneut um ein Mandat. Ihr Wahlkreis ist der Kreis Siegen-Wittgenstein, in dem ich lebe. Ich wohne in Freudenberg.

Derzeit befinden wir uns noch immer in einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Diese gilt noch bis zum 11. September und geht mit einer Vielzahl von Grundrechtseinschränkungen einher.  Der Bundestag muss nun bald darüber beschließen, ob diese Lage über den 11. September hinaus fortgeführt wird, was dann zu weiteren Grundrechseinschränkungen führt und, so ist der Presse zu entnehmen, die Bevölkerung in Geimpfte und Ungeimpfte unterteilt, die jeweils unterschiedlich behandelt werden. 

Mein Wahlprüfstein ist folgender: ich werde dem Abgeordneten und der Partei meine Stimme geben, die allen Bürgern unseres Landes, gleich welcher Herkunft, welchen Impf- oder Familienstatus, gleich welcher Konfession oder Weltanschauung dieselben Rechte garantiert. Das Gleichheitsrecht ist für mich kein abstrakter Begriff, sondern ein unaufgebbares Grundrecht.

Daher meine Frage: Wie stehen Sie dazu, und wie werden Sie sich entscheiden? Auch wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie mir mitteilen und begründen würden, wie Sie sich zuletzt in dieser Frage entschieden haben.

Meine heutige Mail an Sie veröffentliche ich auf meiner Website, da ich davon ausgehe, dass nicht nur ich meine Wahlentscheidung an die Beantwortung dieser entscheidenden Frage knüpfe. Ich würde auch Ihre Antwort veröffentlichen, es sei denn, Sie wünschen das ausdrücklich nicht.

Mit freundlichen Grüßen,

Rainer Beel

Antwort: keine