In a time of extremes it’s hard enough to walk middle of the road. I’ve run for public office three times, so I can stand my ground. I wasn’t elected, still I was successful because I grew up. In many a respect I’m quite average: definitely no extremist, other than in the eyes of others.

I like political discussions, philosophy, theology and good music: funk, soul and also charts. Style and manners are important to me, I guess that makes me appear as a bit of a snob.

I stick to classical, Christian values: integrity, loyalty and keeping one’s word. In the past that would have been seen as conservative, today it makes you be a punk. I can live with that.

Sometimes I’m coward, indecisive, a hypochondriac. On the other hand I’m reliable, humorous and easy-going. Just like your next-door neighbour.

Die Amtskirchen verlieren massiv an Mitgliedern. Früher waren sie Volkskirchen, heute taugen sie aufgrund ihrer Profillosigkeit nicht mal mehr als Minderheitskirchen.

Ursprünglich brauchte man die Amtskirchen, um religiöse Feuer einzudämmen und staatliche Herrschaft zu sichern. Aber heute sind sie nur noch die Summen ihrer ehemals zuerkannten Privilegien: Kirchensteuer, Steuerbefreiung, hauseigene Tarifverträge und so weiter. Die pluralistische Gesellschaft bedarf keiner altmodischen Religionsregulierer.

Selbstverständlich wissen die Führungskräfte der Amtskirchen um ihr Grundproblem und versuchen schon seit längerem aufzuzeigen, was sie für die Gesellschaft leisten. Doch es fehlt ihnen das Alleinstellungsmerkmal.

Den Nonprofit-Sektor teilen sich die Amtskirchen mit NGOs, Wohlfahrtsverbänden, Stiftungen, Vereinen, Klima- und Umweltschutzgruppen, die allesamt ein je eigenes Profil haben. Das aber fehlt den Amtskirchen. Zu lange haben sie versucht, dem gesellschaftlichen Pluralismus mit weltanschaulichem Pluralismus zu begegnen. Die Stellungnahme, “es gibt keinen Gott, außer dem Dreieinigen Gott”, würde heute hausinternen Widerspruch hervorrufen und in der Öffentlichkeit Kopfschütteln verursachen, und vermutlich träte der amtskirchliche Weltanschauungsbeauftragte auf den Plan.

Institutionen, die keine Identität, keinen Eifer und keinen Kampfgeist mehr haben, denen es nur noch um Selbsterhalt und gesellschaftliche Anerkennung geht, werden veschwinden.

Die Volksparteien haben sich auf den Weg in die Bedeutungslosigkeit gemacht. Die Amtskirchen werden ihnen folgen.

Klaus Jens ist Parteipolitiker. Seine Kreisdelegierten haben ihn von Mal zu Mal wiedergewählt. Schließlich verspricht Klaus Jens Kontinuität.

Sein Fraktionschef schätzt ihn als sehr loyales Mitglied.

Klaus Jens weiß zu gefallen – und er weiß sich zu beherrschen. Auf seinem offiziellen Twitter-Account teilt und begrüßt er im Wesentlichen Stellungnahmen seiner Partei. Nur gelegentlich teilt er seine Sicht der Dinge mit. Hier eine Auswahl solcher Tweets.

“Ich sage immer: zuerst das Land, dann die Partei. Schließlich ist unsere Partei die Seele des Landes.”

“Es kommt nicht darauf an, was man sagt, sondern dass man oft was sagt.”

“Wer in der Politik etwas erreichen will, braucht vor allem Geduld und Stehvermögen. Wer vorprescht, verliert. Wer sich querstellt, landet hinten. Nur wer fest auf zwei Beinen steht, stolpert nicht.”

“Als Politiker muss man manchmal die Leute vor sich selber schützen.”

“Für die Politik muss man geschaffen sein. Wer nicht früh Kontakte knüpft und sich bewährt, kriegt später keine Chance. Man muss wissen, wie der Hase läuft. Wer Tapeten wechseln will, sollte Maler werden.”

“Feste Grundsätze machen unbeweglich. Aber ein Politiker muss Strömungen erkennen und beherrschen können. Entweder man reitet oben auf der Welle, oder man geht unter. “

“Proteste gibt es immer; werden sie zu laut, bleiben zwei Möglichkeiten: Wasserwerfer oder sich beteiligen. Alles eine Imagefrage.”

“Privatisierungen bieten den Vorteil, dass man mit dem operativen Geschäft auch das Risiko und die Verantwortung abgibt. Durch den Sitz in Beiräten bleibt man präsent, aber wenn die Hütte brennt, ist man fein raus.”

“Auch ein Politiker muss sehen, wo er bleibt. Du fängst früh an, erkämpfst deinen Platz und verteidigst ihn. Beruflich ist da sonst nichts mehr zu machen. Ein späterer Umstieg ist deshalb immer ein Abstieg. “

“Glaubwürdigkeit ist so wichtig. Enttäuschungen bleiben ja nicht aus. Nicht schlimm! Schlimm ist, wenn die Leute nicht mehr an uns glauben. Deshalb dürfen Reden und Handeln nicht immer im Einklang stehen.”

“Karneval ist keine Zeit für Witze. Ein falscher Satz hängt lange nach. Witze reißen lässt sich am Aschermittwoch, auf Kosten des politischen Gegners. Dafür hat jeder Verständnis.”

“Natürlich ist der Klimawahn Ablenkung. Die kleine Greta mit ihrer Angst um die Zukunft lässt globale Schieflagen vergessen: Klimagerechtigkeit vs. soziale Ungerechtigkeit. Wer sich ums Klima kümmert, stellt keine Machtfrage.”

“Je mehr Abstand man nimmt, desto besser die Übersicht. Politiker dürfen nicht betriebsblind sein, sie müssen das Große und Ganze im Blick behalten.”

“Wer die Dinge verändern will, muss ihren Untergang beschwören. Angst weckt die Sehnsucht nach politischer Führung. Ein guter Politiker weiß um die Bedeutung von Verlustängsten.”

“Nichts gegen die Evangelischen Landeskirchen. Diese Leute habe ein hohes Mobilisierungspotential. Aber woran die im tiefsten Herzen glauben ist so mysteriös wie der Inhalt einer Damenhandtasche.”

“Wer Parteien kritisiert, sollte bedenken, dass es besser ist, Teil eines größeren Ganzen zu sein, als alleine dazustehen, und für alles selber geradezustehen. Parteien sind Verantwortungsgemeinschaften.”

“Wieso haben wir eigentlich frei?” Lehrer neigen dazu, Fragen mit Gegenfragen zu beantworten: “Weiß jemand, was Pfingsten ist?” Niemand wusste es, natürlich nicht!

Pfingsten kommt im Denken der Leute nicht vor, weil Pfingsten einen klaren Anspruch erhebt:

“Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde…”

Dass es höhere Mächte gibt, ahnten oder wussten die Leute schon immer. Auch dass es Gut und Böse gibt, war ihnen grundsätzlich klar. Aber was das alles konkret bedeutete, darüber stritten selbst jene, die es schriftlich hatten: das Volk der Juden. Die stritten auch über den Messias: Hosianna und Kreuzige ihn rief man fast in einem Atemzug, und selbst die Jünger Jesu wussten nicht wirklich, wen sie vor sich und auf was sie sich eingelassen hatten. Jesu Wirken, sein Tod und seine Auferstehung waren zu verwirrend. Das alles änderte sich erst an Pfingsten. Erst durch die Herabsendung des Heiligen Geistes offenbarte sich Gott vollkommen und dreifaltig: als Urkraft, Freund und Quelle aller Weisheit und Erkenntnis; als Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Heute können wir erkennen, wer Gott ist und was er will.

So wie Jesus die Mitte der Heiligen Schrift ist, sollte der Heilige Geist die Mitte unseres Lebens sein. Pfingsten ist die Initialzündung des Christentums und der Urknall der Kirche. Alle Theologie, die nicht von Pfingsten her gedacht wird, kann man in die Tonne klopfen: Thema verfehlt.

Ich wünsche allen ein bedeutsames Pfingstfest!

Link: Deutsche Bibelgesellschaft: Pfingsten

Facebook is a big playground, that’s for sure, but you can’t take things too seriously there, and in the end you’re at the mercy of editors you don’t know and can’t get hold of. I’ve just experienced this myself: Facebook blocked my website for unknown reasons. Even Instagram noticed me the link to my site was banned.

So, while political discussions there are fun, and sometimes you simply want to challenge people, Facebook is the wrong place for serious debates. What are the consequences?

Unfortunately, I’ve neglected my website for a while. After my exit from local politics I didn’t know what to do with it. In future I will make it my premium place for in-depth articles and contributions, and I will share them on Twitter.

Facebook will be the place to stroll and go window shopping. I really don’t depend on them.

Konservativ ist die “Welt” aus dem Springer-Verlag schon längst nicht mehr. Jedenfalls nicht im eigentlichen Sinne. Aber Sinn ist in einer Zeit, die nur noch Trends und keine Überzeugungen mehr kennt, ohnehin Nebensache.

Eine Zeitung, gleich welchen Spektrums, die sich selber ernst nimmt, sollte allerdings wenigstens Fakten stehen lassen. Doch in der Welt hat man sich dagegen entschieden.

“Mit anderen Worten bedeutet die Luthersau (sic!) also nichts weniger als das: Der jüdische Gott ist ein Schwein.”

Wie, was, worum geht es überhaupt?

An der Außenwand der Wittenberger Stadtkirche prangt eine sogenannte “Judensau”, ein Sandsteinrelief aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Es zeigt eine Sau, an deren Zitzen Menschen jüdischen Glaubens saugen. Ein Rabbiner blickt der Sau in den After. Das Landgericht Dessau-Roßlau hat eine Klage, die zur Entfernung des Reliefs führen sollte, kürzlich abgewiesen.

Die Welt nutzt das nun – mal wieder! – zum Luther-Bashing und macht aus der “Judensau” eine “Luthersau”. Dumm nur, dass die vermeintliche Luthersau gut 4 Generationen vor Luther an der Stadtkirche angebracht wurde. Auch ist die Unterstellung, Luther habe von einem Gott der Juden, einem “Saugott”, und einem Gott der Christen gesprochen, ist völlig grotesk und aus der Luft gegriffen. Das Gegenteil ist richtig! Für Luther gab es immer nur den einen Gott, und dessen Geschichte mit den Menschen war von Anfang an auch Kirchengeschichte.

Der Gott Adams, Abrahams, Isaaks und Jakobs: für Luther eine dumme Sau? Ich weiß gar nicht, wie man auf so etwas Absurdes kommt. Nur mit Dummheit und Bildungslücke ist das nicht erklärbar. Hier ist eindeutig böser Wille im Spiel. Der Autor Christian Füller will verleumden.

So geht Schmierenjournalismus, die Welt macht sich zur Lügenpresse, und vermutlich ist ihr das egal. Mission erfüllt: Luther wieder zum Nazi geschrieben. Wen interessiert denn heute noch, ob es damals so war?

Links

Nachtrag

Nachdem ich diesen Beitrag auf Facebook geteilt hatte, sperrte Facebook alle Links zu meiner Webseite. Ich habe daraufhin Facebook verlassen. So nicht, Herr Zuckerberg.

Greta kriegt die goldene Kamera, den goldenen Handschlag hat sie längst schon bekommen. Sie ist Frau des Jahres; Merkel lobt Greta, Steinmeier lobt Greta, der Papst findet Greta klasse, denn Greta geht auf die Erwachsenen los – und vor den Erwachsenen fürchten sich Greta, Merkel, Steinmeier und der Papst am meisten.

Wer mit Greta auf Kind macht, bleibt verschont: Merkel, Steinmeier, der Papst und die Funke Mediengruppe (Goldene Kamera) biedern sich an. Greta mag erwachsene Kinder. Sie mag aber keine Erwachsenen mit Gesicht, die kritisch bleiben und sich nicht vereinnahmen lassen.
Interessant: bei all dem verbleibt Greta in eigentümlicher Starre; ihr Image will sich nicht auflösen zu einem lebendigen Bild. Greta ist unpersönlich und trotz Zöpfen androgyn. Sie ist Teenager, aber ohne Widersprüche und Unberechenbarkeit. Greta ist Generation gewordener Protest und Ausdruck westlichen Selbsthasses.

Greta trägt keine gelbe Weste. Sie vertritt kein Geschlecht und keine soziale Schicht, und es geht ihr nicht um Toleranz. Sie will Panik und den völligen Bruch mit der Vergangenheit. Aber konkrete Forderungen stellt sie nicht, sie tut trotz allem den Mächtigen nicht weh. Greta will, dass alle werden wie die Kinder. Merkel, Steinmeier, der Papst und die Funke Mediengruppe wollen das auch, denn bloßer Bewusstseinswandel tut nicht weh. Zukünftige Steuererhöhungen bekommen dadurch eine geradezu transzendente Legitimation. Die obere Mittelschicht kann sich diesen Ablass leisten und fühlt sich zusammen mit den Regierenden wohl. Greta ist für sie nicht gefährlich, und auch der Papst geht nicht leer aus: dank Greta bejahen ihn und sein Amt nun auch jene, die mit der Lehre vom dreieinigen Gott nichts zu tun haben wollen.

Win-win, die Zeche zahlen die Ungläubigen.

Es ist nicht mehr zu leugnen, Greta – bzw. ihre Macher – haben eine religiöse Bewegung begründet, und auch eine neue Inquisition.

Der Protest geht von den eher Wohlhabenden aus und, das dürfte jedem klar sein, auch wenn es nicht so aussieht, im Wesentlichen geht es um Besitzstandswahrung

I have to admit, I’m an addict to Ostend. I’m a stranger to this place but this place has never been a stranger to me.

“Franziska Giffey fordert Frauenquote im Bundestag”

Warum nicht! Aber dann bitte nicht dabei stehen bleiben! Alle Geschlechter und Gesellschaftsschichten gilt es angemessen zu berücksichtigen: Männer, Frauen, Migrationshintergrund, sexuelle Orientierung, Schulabschluss, religiöse und politische Gesinnung und so weiter. Erreicht man so nicht die einhellige Zustimmung zum Kurs der Regierung und hält Extremisten fern?

Ein Wahlausschuss erstellt vorab eine Liste mit geeigneten KandidatInnen, über die dann bei Wahlen abgestimmt wird, indem man den Wahlschien faltet und in die Urne wirft. Wer nicht einverstanden ist, streicht auf der Liste jeden Namen einzeln durch.

Es lebe die Giffeysche Demokratie!

“Spahn fordert höhere Beiträge für Kinderlose”

Stopp, Irreführung! Spahn fordert keine höheren Beiträge für Kinderlose, sondern er will, dass kinderlose Arbeiter und Angestellte mehr bezahlen. Bei Beamten dagegen spielt der Familienstand für deren Altersbezüge keine Rolle. Der Staat interessiert sich nicht dafür. Auch das Privatleben eines Politikers ist Privatsache: Jens Spahn zum Beispiel ist mit einem Mann verheiratet, ihn sollen seine Pläne aber trotzdem nichts kosten. Es geht ausschließlich um abhängig Beschäftigte, deren Lebenswandel will Spahn honorieren oder bestrafen.

Spahn gilt als konservativ. Niemals würde er an überkommenen Privilegien rütteln, vor allem nicht an seinen eigenen. Spahn steht nicht für einen Neustart, er steht für einen neuen Kaltstart der alten Maschinerie, und den betreibt er jetzt mit einer Neiddiskussion. Ihr zahlt zu wenig Beiträge. Spahn spaltet, und das aus Berechnung. Er lässt die Leute aufeinander losgehen und reibt sich am Rande des Geschehens die Hände.

Fakt ist: das gesamte Rentensystem hätte schon vor Jahrzehnten reformiert werden müssen. Aber an Reformen hat ein Politiker wie Spahn kein Interesse. Er will stattdessen alte Privilegien in eine neue Zeit hinüberretten, schließlich weiß er, was er dem CDU-Parteiapparat, der ihn hat hochkommen lassen, schuldet: bloß keine Erschütterungen, bloß keine verknöcherte Struktur in Frage stellen. Abkassieren und abservieren. So wie immer.