Die Würde des Menschen ist unantastbar

October 16th, 2022

Plötzlich kommt der Staat auch uns, der der Mitte der Gesellschaft autoritär, eine völlig neue Erfahrung, und viele schlagen sich spontan auf seine Seite. Ein Bruch im eingeübten Zusammenleben ist die Folge: Einige flüchten sich in Verschwörungstheorien, andere sehen sich als Wächter von Wissenschaft und Moral. Die vergangenen 2 Jahre hat jeder von uns anders erlebt. Hier sind meine Erfahrungen und Reflexionen. Ich habe auch eine theologischen Einordnung gewagt.

Der Staat drängt mit allen Mitteln zur Impfung

Plötzlich geht es uns an den Kragen: der Mittelschicht. Der Staat, mit dem wir höchstens mal bei Verkehrskontrollen oder dem Lohnsteuerjahresausgleich zu tun gehabt haben, ist übergriffig geworden: Er drängt uns mit allen Mitteln zu einer Impfung und schreckt dabei auch vor schroffer Diskriminierung nicht zurück: Wen darf ich treffen, mit wem darf ich in meinen eigenen vier Wänden Weihnachten feiern? Der Staat regelt das! Im Alleingang entscheidet ein Minister, welche Heilmethode gut und welche nicht gut ist und will ohne jede gesellschaftliche Diskussion die Homöopathie aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen kegeln. Ein anderer Minister verlangt, dass wir weniger duschen, weniger heizen und weniger Auto fahren. Wiederum ein anderer Minister erklärt uns, mit wem wir uns verbunden fühlen müssen und wer unser Gegner ist. Wer dabei nicht mitmacht, wird zum Außenseiter erklärt, zum Störer und gar zum rechtsradikalen Widersacher. Starker Tobak, so haben wir den Staat noch nie erlebt. Dabei kann der Staat schon länger so, wir haben nur nicht hingesehen.

Wer hilfsbedürftig ist und auf den Staat angewiesen, muss spätestens seit der Regierung Schröder all seine persönlichen Verhältnisse offenbaren: Druck und Kontrolle bestimmen den Alltag: Was besitze ich und mit wem lebe ich zusammen? Wie groß ist meine Wohnung, und wer könnte mich sonst noch unterstützen? Wer vom Staat eine Leistung haben will, mag sein ganzes Leben lang in die Sozialpflichtversicherung (so hieß sie ehrlicherweise in der DDR) eingezahlt haben, aber im Falle des Falles bleibt ihm keinerlei Selbstbestimmung mehr; er ist dem Staat komplett ausgeliefert und muss am Ende sogar Haus und Hof verkaufen, nur um ein klein wenig davon wiederzubekommen. Zusätzlich ist ihm soziale Ausgrenzung sicher: Schlaumeier, Trittbrettfahrer, Schmarotzer, Faulenzer. Da lebt einer auf Kosten der Allgemeinheit. Wir haben von dieser Ungerechtigkeit gewusst, sie hat uns aber nicht gejuckt, denn sie hat uns nicht betroffen. Nun sind wir an der Reihe.

Soziale Ausgrenzung ist die Kehrseite des Strebens nach Leitkultur

Heute bläst uns der woke Zeitgeist aus vollen Backen eiskalt ins Gesicht, und wir erkennen: sozial und liberal gehören untrennbar zusammen. Soziale Ausgrenzung ist die Kehrseite des typisch deutschen Strebens nach Konsens und Leitkultur. Wer nicht mitmacht, gehört nicht dazu. Besonders auffällig ist diese Geisteshaltung in der Querdenkerbewegung (das habe ich in Siegen so erlebt) und der Grünen Partei. Beide sind auch sozial sehr ähnlich strukturiert; ihre Anhänger kommen aus der modernen Mitte: mittlere bis höhere Angestellte, Selbständige, gehobene Mittelschicht und Leute mit eher progressiven Ideen. Facharbeiter, Menschen mit Migrationshintergrund und christlich Konservative (also solche wie mich) findet man darunter kaum (dazu gibt es inzwischen auch gute Literatur). Der Hang zur Radikalisierung ist bei Querdenkern wie Grünen unübersehbar. Bestes Beispiel dafür ist Janosch Dahmen, der gesundheitspolitische Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, der Kirchen und Vereine in den Dienst der Impfsache stellen wollte (was nicht nur die staatsnahe EKD freudig mit sich machen ließ), flächendeckend 2G forderte und schließlich für eine allgemeine Impfpflicht eintrat.

Mit »Olli« kommt es zu einem Drift ins Autoritäre

Parallel dazu veränderten sich die Proteste gegen die politischen Maßnahmen. Das autoritäre Gebaren vieler Politiker traf bei nicht wenigen auf völlige Hilfslosigkeit. Manche glaubten, eine Handvoll einflussreicher Menschen hätten sich gegen sie verschworen. Bei mir war es nichts dergleichen, sondern Selbstbehauptung, die mich auf die Straße trieb. In Siegen habe ich dann folgendes erlebt: Während es am Anfang einfache Spaziergänge waren, ohne erkennbare Organisationstruktur und definitiv ohne weitergehende politische oder weltanschauliche Festlegungen, wurden die Kundgebungen schließlich als Demonstrationen angemeldet. Dabei bliebt zunächst der bunte Mix von Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten erhalten. Deutlich sichtbar und für das Siegerland typisch, waren die vielen Christen aus freikirchlichen Gemeinschaften.

Mit der Zeit aber spielte sich ein »Olli« in den Vordergrund. Dieser »Olli« hielt zu Beginn jeder Kundgebung eine Rede. Die Krise sei nur durch eine Verschwörung erklärbar, mutmaßte er. Im dazugehörigen Telegram-Kanal tauchten plötzlich Profile mit Reichsfarben auf. »Olli« sprach von einem geplanten Genozid, von Chemtrails und Kinderhändlerringen (QAnon) und davon, dass man die Zusammenhänge erkennen und die Verantwortlichen verhaften müsse. Die Radikalisierung hatte zu einem Drift ins Autoritäre geführt. Heute demonstriert man für Putin, gegen die NATO und nur noch am Rande gegen Corona-Maßnahmen oder dergleichen. Die Schilder »Jesus rettet« sind verschwunden, es trifft sich nur noch ein harter Kern von Querdenkern und Verschwörungstheoretikern.

Riss mitten durch die Gesellschaft

Radikalisierungen waren aber keineswegs auf Grüne und Querdenker beschränkt. Der Riss ging mitten durch die Gesellschaft; und auch in den früher populären Parteien SPD und CDU gingen Scharfmacher an den Start. So twitterte Karl Lauterbach im März 2021, dass es wichtig sei, »Querdenker zu bekämpfen«, und Friedrich Merz, damals noch Kandidat für den CDU-Vorsitz, forderte einen Lockdown für Ungeimpfte: »Wer nicht geimpft oder genesen ist, kann dann nur noch zur Apotheke, in den Supermarkt und zum Arzt. (…) Kein Ungeimpfter mehr im Büro, kein ungeimpfter Fußballspieler mehr auf dem Rasen, kein ungeimpfter Abgeordneter mehr im Bundestag, kein ungeimpfter Student mehr im Hörsaal.« Damit gaben beide Parteien den Anspruch auf, Volksparteien zu sein. Sie waren nur noch Parteien der Geimpften.

Sichtbarkeit des Protests

Zu den – auch im Nachhinein! – angenehmen Erfahrungen gehörten die von Heike Klur und Henning Zoz organisierten Autokorsos. Im Siegerland gibt es eine Menge Leute, die Henning Zoz nicht leiden können, weil er immer wieder für die AfD kandidiert. Aber auf den Autokorsos spielte seine Parteimitgliedschaft überhaupt keine Rolle. Weder versuchte er die Teilnehmer für die AfD zu gewinnen, noch machte er die Korsos zur Wahlkampfveranstaltung. Jeder war willkommen. Es ging um ein klares Nein zu Lockdowns, Schulschließungen und der einrichtungsbezogenen wie allgemeinen Impflicht.

Meine Fahnen beim Autokorso in Siegen 04/22

Ziel war die Sichtbarkeit des Protests, denn die Medien, allen voran die Siegener Zeitung, schwiegen uns tot. Was mir besonders imponierte: Wenn es Probleme gab, stellte sich Henning Zoz stets vor die Teilnehmer. Niemals versteckte er sich hinter uns.

Mittlerweile, nach längerer Pause, gibt es die Autokorsos wieder. Mit dem sich abzeichnenden Ende der Corona-Maßnahmen sind aber auch hier die Themen andere geworden, und politische Grundeinstellung sind nun mal verschieden. Es sind jedoch gute Kontakte entstanden, die ich nicht mehr missen möchte, und ich bin mir sicher: Heike Klur und Henning Zoz werde ich auf anderer Bühne wiedersehen.

Kein Unterschied zwischen Geimpften und nicht Geimpften

Wofür ich von Herzen dankbar bin, und was mich sogar (auch wenn es christlich etwas grenzwertig ist) mit einigem Stolz erfüllt, ist die Performance unserer lutherischen Kirchengemeinde in dieser schweren Zeit. Meine Heimatgemeinde hat nie einen Unterschied zwischen geimpften und nicht geimpften Gemeindegliedern gemacht, ganz im Gegenteil! Ich selbst bin Mitglied des Kirchenvorstands und hatte mich anfänglich etwas zurückgehalten, weil ich nicht in eigener Sache reden wollte. Es stellte sich aber sehr schnell heraus, dass es noch andere nicht geimpfte Gemeindeglieder gab, und dass diese sehr persönliche Entscheidung für niemanden ein Stein des Anstoßes war. Unser Pfarrer, Jens Wittenberg, las in mancher Predigt dem Staat die Leviten und nahm so das kirchliche Wächteramt wahr. Chapeau!

Eucharistie in der St. Christophorusgemeinde, Siegen

Mich hat der lutherische Realismus mit seiner klaren Orientierung am Evangelium vor jeder Form der Radikalisierung und des Verschwörungsdenkens bewahrt und vor allem davor, die Hoffnung zu verlieren. Ohne den Rückhalt der Kirche wäre ich ohne Zweifel schlechter durch diese gesellschaftlich konfliktreiche Zeit gekommen.

Resümee

Während des Schreibens hat sich dieser Artikel zweimal verändert: Von der Analyse über die Reflektion eigener Erfahrungen wieder zurück zur Analyse. Ich bin Theologe, ich kann gar nicht anders als die Dinge auch theologisch einzuordnen. Andere haben viel früher als ich gespürt, dass da was im Anzug war. Ich wurde erst im Spätsommer 2021 mit dem Fakt konfrontiert, dass politischer Druck und vermeintlich kluge Überheblichkeit einen Keil in die Gesellschaft trieben. Wie konnte es dazu kommen? Ich bin kein Verschwörungstheoretiker, meine lutherische Nüchternheit – und sicherlich auch meine (krypto-)anglikanische Art zu denken – lassen mich zunächst nach gesellschaftlichen Trends suchen. Was treibt die Menschen an, welche Denkweisen bestimmen ihr Handeln? Ich suche nicht zuerst nach Akteueren, sondern nach Motiven. Das Virus als solches ist und keine Botschaft für uns, darin stimme ich mit N. T. Wright völlig überein. Es ist unser Umgang damit, der eine Botschaft ist, an uns selbst und an andere.

Die Mitte der Gesellschaft wird plötzlich mit Maßnahmen konfrontiert, die neu und unheimlich sind; und während sich die einen anpassen – extrem sogar! -, rebellieren die anderen. In beiden Lagern kommt es zu Radikalisierungen. Die Angepassten werden wütend auf die Widerständler, und diese wiederum, betrachten die Angepassten als Teil des Problems. Ich gehöre ganz klar zu den Rebellen und mache die Erfahrung, dass sich sogar langjährige Freundschaften in Luft auflösen. Das liegt zum Teil auch an mir, aber eben auch an denen, die überhaupt kein Verständmnis mehr für mich aufbringen wollen. Einige werden beleidigend. So kommen wir nicht mehr zusammen.

In Krisenzeiten besinnen wir uns auf uns selbst, auf unsere Träume und Hoffnungen, und wir fragen, was uns ausmacht. Selbstverständlich suchen wir nach dem Schulterschluss mit Gleichgesinnten; einige dieser Begegnungen bleiben flüchtig, andere vertiefen sich. Alte Selbstverständlichkeiten zerbröseln, manche Beziehung geht in die Brüche. Wichtig ist, ehrlich mit sich selbst zu sein und Schmerz zuzulassen. Jede Krise bietet die Gelegenheit der Neuorientierung, die damit beginnt, Verkrampfungen zu lösen und sich mit sich selbst zu versöhnen – und mit Gott, wie ich als Theologe hinzusetzen würde, dem Gott, von dem alles Heil, alle Geduld und alle Vergebung kommt. Die Würde des Menschen ist deshalb unantastbar, weil wir als Menschen aus der Vergebung leben. Ohne Vergebung gibt es keine Erneuerung. Eine Krise ist dann vorbei, wenn die Zukunft wieder offen und gestaltbar erscheint. Es gibt kein Zurück, niemals. Wichtig ist, die je persönlichen Schritte nach vorne zu gehen und nicht so sehr um sein Ego zu kreisen, sondern stärker die eigene Rolle in der nächsten Umgebung, der Familie, Nachbarschaft und ganzen Gesellschaft in den Fokus zu nehmen. Wir Christen sind keine Welterklärer, wir können aber Weltverbesserer sein, wenn wir unsere Selbstisolation überwinden und auf andere zugehen und – vor allem! – auf Gott vertrauen. Dazu gehört auch zu motzen, mit Gott zu hadern und ihm eigenes Leid zu klagen, denn wir wissen ja, »dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick seufzt und in Wehen liegt« (Römer 8,22).

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8 thoughts on “Die Würde des Menschen ist unantastbar

  1. In Strecken muß ich widersprechen. Beim Autokorso gibt´s nach wie vor keine Parteienwerbung, weder AfD noch Basis sind Themen der Veranstaltung. Corona Wahnsinn hingegen ist nach wie vor zentrales Thema, auch im Audio und auf den mittlerweile an Hängern mitgeführten Plakaten. In der Telegram Gruppe ist die Originalaussage von Henning Zoz “Kein Parteigedöns in der Gruppe”. In der Chatgruppe kann freilich jeder posten, unabhängig von der Sinnhaftigkeit seiner Aussagen bzw. Posts.Neben Corona werden beim Autokorso die Themen angesprochen, daß wir keinen Atomkrieg wollen, überhaupt keinen Krieg, daß wir es für eine Frechheit erachten, wenn die sog. Regierung uns erzählen will, die Russen hätten ihre eigene Pipeline gesprengt, daß wir gegen Kriegsgebaren und Wirtschaftskrieg gegen Rußland sind…Für meine Begriffe würdest Du nach wie vor sehr gut zum Autokorso passen. Und “Der Olli”…nachdem ich rein zufällig erfahren habe, wer das eigentlich ist, und die Welt ist ein Dorf, der Hickengrund ein Kuhdorf, nee, will ich nix zu verlautbaren. Vergiß es einfach. Gruß, Dein ehemaliger Schulkamerad aus Grundschultagen.

    • Stimmt, ich habe mich in dem Punkt korrigiert. Aber ich finde, das Ziel der Sichtbarkeit ist erreicht worden, und dadurch ist die Möglichkeit, außerhalb der eigenen Bubble politisch auf sich aufmerksam zu machen, wieder gegeben. Ich erachte das als großen Erfolg. Wir haben diese Zeit gemeinsam durchgestanden, und das bleibt! Herzlichen Gruß zurück. 🙂

  2. Lieber Rainer,

    Vielen Dank für Deinen Beitrag und die Kritik.

    Allerdings möchte ich mal ein paar grundsätzliche Dinge klarstellen.

    Als Versammlungsleiter bin ich nun mal verpflichtet, die Versammlung zu eröffnen und diese auch zu beenden. Dazu gehört nunmal, dass ich dann auch „rede“ und dass ich auch nach außen zeige, wofür ich demonstriere.

    Wir leben aktuell in einer Situation, die Du sehe gut beschrieben hast und ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die Menschen dazu zu bringen, dass sie sich mit den Problemen beschäftigen und für das was falsch läuft, Lösungen zu finden. Gemeinsam. Dazu gehört, dass man einen Diskurs über entsprechende Dinge führt und die Mitmenschen aufklärt über das was falsch läuft.

    In den Medien ist leider nichts von einem echten Diskurs über die Sinnhaftigkeit der politischen Entacheidungen zu entnehmen, lediglich bruchstückhaft kommen einige Skandale ans Tageslicht, z.B. wenn 500 & 4000 Terrabyte an kinderpornografischem Material, zum Teil mit „Snuff“-Anteilen (Töten von Menschen, vornehmlich Kindern).

    Wir haben Sexualopfer, deren Täter, eindeutiger Datenlage dafür nicht belangt werden und den Schutz des Staates genießen, weil man ihnen Sonderrechte anerkannt hat. In Siegen.

    Wir haben Politiker, die die Plünderung unseres Sozialsystems anleiern (Scholz -> CumEx, Spahn/Lauterbach -> Corona, Baerbock/Habeck -> den Russen sanktionieren und die Umwelt retten und jetzt eben auch dei Frieden mit Waffengewalt durchsetzen).

    Dazwischen hat man zugelassen, dass Impfstoffe in die Menschen gebracht wird, von dem weder klar ist, dass dieser tatsächlich vor einen gedanklichen Konstrukt schützt, noch ob es langfristige Auswirkungen, z.B. auf Weitergabe der veränderten Genesequenzen oder gar die Fruchtbarkeit der Menschen, hat.

    Unbedenklich ist vieles nicht mehr, dazu gehört auch der massive Ausbau elektromagnetischer Funkwellen (Mobilfunk, 2G, 3G, 4G, 5G). 6G soll übrigens bereits ohne Bildschirm funktionieren und Nanobots werden bereits seit 2018 in der Schweiz zur Operation an Augen eingesetzt. Ein toller Fortschritt eigentlich, wenn man bedenkt, was man damit alles heilen könnte…

    Aktuell sinkt die Geburtenrate, wir haben keinen Überblick bei den Nebenwirkungen der Impfungen oder auch den C-spezifischen Maßnahmen (Isolation, Plastikmasken, Plastil-Tests mit hochtoxischen aber nicht deklarierten Substanzen, die in Kindeshand gelangen und im Hausmüll landen.

    Wir haben ein IfSG dass die Grundlagen schafft für sog. (Achtung: Schwurbel) „Shedding“ (§21 IfSg) – aber die Hauptaufgabe, dem Verbreiten z.B. des C-Virus und der Sicherstellung der med. Versorgung seit 2,5 Jahren nicht erfüllt.

    Mein Ziel ist es, den Diskurs zu schaffen. Putin und Selensky hatten sich bereits auf „Frieden“ geeinigt, aber ohne Krieg macht Waffenindustrie eben keinen Umsatz.

    Die aus dem Kriegsgebiet flüchtenden bekommen unseren Schutz, was ich übrigens sehr gut und richtig finde, wenngleich auch hier ein Mittelmaß an Belastung und vor allem Ausgleich der Dadurch entstehenden Lasten natürlich auch mal besprochen werden müssten.

    Allein im Siegerland kostete 1x alle SiWis durchtesten 3,5 Millionen Euro und sorgte für ca 3,5t Plastikmüll mit hochtoxischen Substanzen.

    Ein Panzer, mit einer durchschnittlichen Standzeit im Gefecht von 30 Minuten der 70-100 Millionen Euro pro Stück kostet, oder eine Rakete de HiMars für 450.000 Euro. Wer bezahlt das? Etwa die, die ihre Millionen aus Maskendeals, ihre Milliarden Pharmadeals oder Bankencrashs verdient haben?

    Nein, es sind die, die jetzt unter den Folgen der inkompetenten Gesundheits-, Wirtschafts- und Energiepolitik zu leiden haben und nicht die, die das Geld dazu hätten.

    Genau das will ich gerne ändern. Am einfachsten ist es, diese Geldverschwendung in Form von Kriegen gar nicht erst entstehen zu lassen. Putin hatte auch später noch Gesprächsbereitsschaft signalisiert und genau da setze ich auch an. Dennoch heißt es nicht, dass ich „Pro Putin“ alles von ihm gut finde. Menschen zu töten ist immer der falsche Weg. Genau wie Selensky aber selbst auch schon – sogar mit Atomwaffen – einforderte. Allein aus diesem Grunde sollte man – meiner Meinung nach – keinerlei Waffen entsenden.

    Die Nato zeigt sich nunmal sehr als treibende Partei im Krieg und genau da will ich nicht mitmachen.

    Es gibt also, wie Du siehst, sehr viele Dinge, die offensichtlich falsch laufen und aus meiner Sicht – zumindest von einigen wenigen – bewusst ein- und durchgeführt werden.

    Es zeigt sich bereits, dass die Folgen allein der Impfung, insbesondere deren Dauertherapie, verheerende Auswirkungen auf das Leben vieler Menschen hat, incl. Todesfolge.

    Also erlaube ich mir dieses Verbrechen an der Menschheit weltweit als Genozid zu bezeichnen und die verantwortlichen dafür zur Rechenschaft ziehen zu wollen. Incl. Verhaftung der dafür verantwortlichen Politiker.

    Zum Thema „Profile in Reichsfarben“: ich verwehre mich nicht dem Gespräch mit Menschen unterschiedlichster Ansichten wenngleich ich auch nicht die Meinungen Aller in den Chats für gut bzw. Richtig halte. Dennoch spreche ich mit diesem Menschen.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum Du die „Olli“-Demos so kritisierst, ich habe Dir bereits mehrfach angeboten, selbst die Demo zu organisieren oder einen Redebeitrag zu leisten. Bisher kam da nicht viel, also warum kommst Du nicht einfach am Montag, 18:00 dazu und sprichst mit mir über Deine Kritikpunkte, gern auch über das Mikrofon?

    Die Sache mit der Chemie um uns rum und die Zusammenhänge z.B. Aluminium und neurodegenerativen Erkrankungen kann ich Dir dann bei Gelegenheit gern auch mal erklären, vllt. Hast Du ja ne Idee, warum so viele Menschen mit z.B. eben diesem Aluminium stark belastet sind? Oder warum man das Getreide so manipuliert, dass es z.B. Aluminiumresistent wird?

    Warum brauchen wir denn überhaupt solche Getreidesorten und wieso ist der Boden mit Aluminium (auch in Dt.) belastet?

    Vom Deo kommt das sicher nicht.

    Und nochmal: es geht nicht nur um „Chemtrails“ sondern um Geoengeneering. So wäre das richtig. Die Chemtrails sind nur ein Kleiner Teil davon.

    Für alles gibt es Patente, genau wie auch für Covid, Aids etc… warum ist das so? Warum kippen wir weiterhin Unmengen an hochtoxischen Substanzen in unseren Müll? Plastik braucht mehrere 100 Jahre um wieder abgebaut zu sein. Die toxischen Substanzen lösen Krankheiten aus. Authusmus z.B. auch wieder durch Aluminium, aber wo kommt das her?

    Ein Schelm der dabei Böses denkt, aber lass uns doch einfach mal drüber reden? Das Problem mit denn 500/4000 TB PädophilenVideomaterial und viele andere Dinge sind noch gar nicht weiter vertieft worden und auch da werden wir Lösungen finden müssen. Auch da verlieren sich die Spuren in korrupten Politilerkreisen und auch da würde ich gern ein paar Verhaftungen vornehmen lassen.

    Aber alles zu seiner Zeit. Wichtig jetzt ist erst mal der Spalterei innerhalb derer zu begegnen, die wenigstens Teile dieser vielen „Verschwörungen“ verstanden haben und sich nicht schon innerhalb dieser Kreise zu zerfetzen.

    Jeder hat seinen Wissensstand und jeder darf seine Meinung haben.

    Also, Montag, 18:00 Apollotheater. Da kannst Du gern übernehmen, das Wort gehört Dir.

    • Hallo, »Olli«!

      Zunächst freut es mich, tatsächlich!, dass der Ton ein anderer geworden ist. Ich möchte an dieser Stelle nicht auf Vergangenes zurückgreifen, gleichwohl zeigt dein Kommentar, wie unterschiedlich, ja gegensätzlich wir denken und handeln.
      Anders als du möchte ich die Menschen zu überhaupt nichts bringen. Die Allermeisten von uns brachte die schiere Hilflosigkeit auf die Straße: Anfeindungen, soziale Isolation, Spießrutenlauf am Arbeitsplatz bis hin zum Jobverlust. Ich fand und finde es völlig daneben, solche Nöte vereinahmen oder instrumentalisieren zu wollen. Geo-Engineering, Nanobots, QAnon-Theorien und alles, was du oben sonst noch aufzählst, rücken die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen mit ihrem massiven sozialen Druck zur Impfung in ein schlechtes Licht und lassen die Teilnehmer wie Verblendete aussehen. Alles, was man damit erreicht, ist die Bestätigung ohnehin vorhandener Vorurteile und die Ablehnung seitens der tatsächlichen oder vermeintlichen Mehrheitsgesellschaft. Mich spricht das nicht an, und ich verwahre mich dagegen, mit solchen Verschwörungstheorien in Verbindung gebracht zu werden. Schon allein deshalb ist die Teilnahme an den »›Olli‹-Demos«, wie du sie nennst, für mich komplett indikutabel.
      Deine Wortwahl offenbart das zweite Problem, das ich inzwischen mit den Siegener Montagsdemos habe: der Personenkult! Leider sind, wie oben beschrieben, die Siegener Demos zu reinen »›Olli‹-Demos« geworden. Für solche Eitelkeiten habe ich keine Zeit, deshalb möchte ich auch ganz bestimmt nicht »übernehmen«. Ich bin kein Anti-Olli, für den du mich offenbar hälst. Ich bin Rainer. Das reicht mir.
      Zum Schluß noch: Selbstverständlich ist es ein No-Go, Kontaktdaten herauszugeben. Ich würde das auch niemals machen, daher kann ich mich nur wundern, wenn jemand als E-Mail-Adresse »Gehtdich@nixan.de« angibt.

      Danke für deinen Kommentar und eine schöne Woche!

  3. Hallo zusammen, gerne möchte ich für Oli mal das Woer ergreifen. Ich habe große Hochachtung davor dass er so Kontinuierlich die Demo-Veranstaltung in Siegen anmeldet und auch begleitet. Ich weiß aus eigener Erfahrung dass dies sehr kräftezehrend ist und nicht ohne die Unterstützung weiterer Personen funktioniert. Allerdings ist die eigene Motivation hier selten das Ego welches befriedigt werden will (jeder von uns hat sicherlich genug zu tun und muss nicht jeden Montag demonstrieren geschweige denn sich vor eine Gruppe Menschen stellen und dort Dinge kund tun welche die meisten schon kennen).
    Ich habe aber auch erkannt dass es für viele wichtig ist ein Gesicht oder eine Stimme zu haben die für sie spricht, wenn auch nicht immer im Detail übereinstimmend aber doch im Großen und Ganzen. Dafür hier noch mal meinen Respekt und die bitte: kritikfähig bleiben ist keine Schande aber sich gegenseitig missdiskreditieren lässt nur dritte lachen.
    Sorry wegen eventueller Rechtschreibfehler da ich den Text diktiert habe. Ich denke die Zeiten sind hart genug dass wir unsere Energie nicht für so etwas verschwenden sollten und respektieren dass eine solche Demonstration friedlich und im Rahmen unserer demokratischen Möglichkeiten Umgesetzt wird. Dafür auch Respekt und Hochachtung an alle Teilnehmer denn heute ist es nicht selbstverständlich seine Meinung öffentlich mit Gesicht und Stimme kund zu tun. Repressalien gibt es genug und niemand macht dies um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen außer es kommt aus einer politischen Ecke was aber oft ganz klar zu erkennen ist. Von daher noch mal: geht respektvoll miteinander um und steht zu eurer Meinung Und seid mutig genug diese auch öffentlich zu vertreten. Alles Gute und weiterhin viel Erfolg nach Siegen , jeden Montag 18:00 !

  4. Ich möchte zu 2 Punkten ihres Statements meine Meinung sagen:

    1. Seit einiger Zeit nehme ich an den Siegener Demonstrationen teil und erlebe, dass diese ein Zusammenkommen von Menschen aller sozialer Schichten und Altersgruppen sind und muss ihrer Behauptung, dass sich nur noch ein harter Kern von Querdenkern und Verschwörungstheoretikern trifft, vehement widersprechen. Bei diesen Spaziergängen ergeben sich immer wieder Gespräche mit intelligenten, selbstdenkenden Menschen verschiedenster Parteizugehörigkeit und unabhängig vom Impfstatus. Die beteiligten Menschen sind nicht mehr bereit, sich von korrupten Politikern und gekauften “Experten” diffamieren, beschimpfen, ausgrenzen und einsperren zu lassen. Bedauerlich ist nur, dass sich nicht mehr Leute anschließen und die schweigende Mehrheit die Maßnahmen über sich ergehen läßt, auch wenn sie sich am Stammtisch aufregt.

    2. Ihre Aussage als Theologe zur Performance ihrer Kirchengemeinde kann ich für meinen Ort nicht bestätigen. Die Kirche war zeitweise – auf politisches Geheiss – geschlossen und Gottesdienste nur noch online zu verfolgen. Auch anschließend war es nicht möglich, die Kirche unmaskiert zu betreten, gemeinsamer Gesang war ebenfalls untersagt. Seitdem habe ich die Kirche nicht mehr betreten. Ich hätte erwartet, dass die Institution Kirche insgesamt sich den staatlichen Maßnahmen widersetzt und ihren ureigensten Auftrag – nämlich Seelsorge – erfüllt. Christentum bedeutet, so habe ich es gelernt, gemeinschaftlich mit anderen Menschen zu reden, zu singen und zu beten und sich nicht zu ducken vor staatlicher Willkür und Machtausübung, auch wenn sie diesmal unter dem Mäntelchen der Fürsorge und dem Schutz der Bevölkerung propagiert wird. Ich bin sicher, dass Jesus keine Maske und keinen Impfnachweis verlangt hätte von denen, die zu ihm kamen. Die Forderung der Politik nach immer mehr Waffenlieferungen in Kriegsgebiete und damit einhergehend die Tötung vieler Menschen entspricht auch nicht der christlichen Lehre und sollte von allen Vertretern der Kirche angeprangert werden.

  5. Guten Morgen,

    auch ich bin von Anfang an bei den Spaziergängen dabei, ob unangemeldet oder angemeldet. Ich bin Mensch, Mutterdie und inzwischen auch Oma und wehre mich dagegen von jemandem, der mich nicht kennt, als „Querdenker und Verschörungstheoretiker“ bezeichnet zu werden. Ich gehe weiterhin u.a. für eine freie Impfentscheidung und für ein Ende aller Maßnahmen, auf die Straße, für Demokratie und Frieden.
    Und Olli macht einfach das Angebot an „Alle“ mitzugeben hen und bietet jedem eine Plattform seine Meinung am Mikrofon oder auch ohne kundzutun. Änderungen oder Verbesserungsvorschläge, Ideen werden jederzeit angenommen. Wir sind halt viele Menschen, die auch unterschiedliche Vorstellungen haben, aber es gibt doch einen gemeinsamen Nenner, der uns zusammenhalten lassen sollte. Meiner Meinung nach ist das die einzige Chance. Gerade auch für unsere Kinder und Enkelkinder.Es geht hier um so viel.

    • Ich würde Ihnen das glauben, wenn ich nicht selbst erlebt hätte, dass die Demos zum Sammelbecken für Verschwörungstheoretiker und Selbstdarsteller geworden sind. Die »›Olli‹-Demos« stehen eben nicht für ein »Angebot» und aufgeklärte Gesellschaftskritik, sondern befestigen eine fatale Parallelgesellschaft, eine »Misstrauensgemeinschaft» (Sven Reichardt), die den Bezug zur Realität verloren hat und sich von geheimen Machenschaften bedroht sieht. Darüber lohnt es sich auch gar nicht zu diskutieren, denn der Namensgeber und Spiritus rector der Siegener Kundgebungen selbst hat hier im Kommentarbereich zusammengefasst, worum es geht: Aufklärung »über das was falsch läuft.« Es geht also um Indoktrination, nicht um Emanzipation. Dass im Telegram-Kanal der »›Olli‹-Demos« eine für dieses Milieu typische Gegenidentifikation stattfindet ist der Beleg dafür: »Wenn ihr mich Verschwörungstheoretiker nennt, dann bin ich halt einer.« Dass eine »Olli«-Aktivistin nicht einmal davor zurückschreckt, Christentum und Verschwörungstheorien gleichzusetzen, zeigt das intellektuelle Niveau. Die für diesen Hinriss gegebenen Likes sprechen für sich.

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