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Antworten

September 9th, 2015

SZ.09.09.15
Die Siegener Zeitung hat allen 4 Bürgermeisterkandidaten dieselben 5 Fragen gestellt. Hier kommen meine Antworten.

Derzeit werden die Planungen für ein Gewerbegebiet Wilhelmshöhe-Nord in Bühl intensiv diskutiert und kritisiert. Viele Bürger wollen ein solches großes Gewerbegebiet nicht, große Teile der Kommunalpolitik und die Stadtverwaltung gehen von seiner Notwendigkeit aus. Was sagen Sie zur Notwendigkeit weiterer Gewerbegebiete für Freudenberg im Allgemeinen und zu Wilhelmshöhe-Nord im Besonderen?

Ich bin kein grundsätzlicher Gegner neuer Gewerbegebiete, aber Nutzen und Potential müssen vorher klar sein. Die Stadt Freudenberg hat bereits massiv in Gewerbeflächen investiert, aber die erhofften Einnahmen nie erzielt. Deshalb ist für mich klar, dass wir kein XXL-Gewerbegebiet auf dem Ischeroth benötigen, sondern eine kluge Gewerbeflächenpolitik: planen nach konkretem Bedarf und selber vermarkten. Wir haben nichts zu verschenken, kein Geld und keine Landschaft.

Freudenberg hat zwei Konzentrationszonen für die Ansiedlung von Windenergie beschlossen. Gegen beide Zonen regt sich Widerstand. Welche Argumente haben Sie für oder gegen die Ansiedlung von Windenergieanlagen auf dem Knippen und im Bereich des Kuhlenbergs?

Ich kann nur hoffen, dass Bürgermeister und Rat sorgfältig abgewogen haben. Der Betrieb von Großwindanlagen wirft in unseren Breiten wenig ab. Ein Plus für die Stadt ist also unwahrscheinlich. Verdient wird in erster Linie an der Projektierung und dem Vertrieb. Ich war an dem Verfahren nicht beteiligt, deshalb weiß ich nicht, ob Bedenken, insbesondere auch hinsichtlich der Tierwelt ausreichend berücksichtigt wurden.

Das Thema Kultur als Thema von Politik und Verwaltung „versickert“ derzeit in Freudenberg. Der geplante Kulturrat ist nicht zum Zuge gekommen, das Bedürfnis der Kulturschaffenden geht eher in Richtung eines Ansprechpartners in der Verwaltung für kulturellen Anliegen. Wie sehen Sie die Möglichkeiten einer städtischen Kulturarbeit?

Ich möchte zum kreativen Austausch beitragen, mit und als Ergänzung zu den bestehenden Vereinen. Denn kreativer Wettbewerb fördert Toleranz und selbständiges Denken. Beides können wir gut gebrauchen.

Das Thema „Flüchtlinge“ wird die Stadt noch über Jahre begleiten, möglicherweise haushaltstechnisch sogar deutlich belasten. Welche Wege wollen Sie als Bürgermeisterin/ Bürgermeister gehen, um hier eine für alle Seiten auf Dauer erträgliche Situation zu schaffen und zu erhalten?

Zuwanderung hat viele Gründe und entsprechend vielfältig sind die Folgen. Die Menschen kommen nicht zum Spaß hierher, aber auch die Aufnahme- und Integrationsfähigkeit der Einheimischen muss bedacht werden. Wichtig ist, dass wir offen bleiben, den anderen sowohl die Hände reichen als auch Probleme benennen.

Was ist für Sie das Wichtigste, das Sie als Bürgermeisterin/Bürgermeister anstoßen möchten?

Das Ziel meiner Arbeit als Bürgermeister wird die Wiedererlangung der politischen Handlungsfähigkeit sein. Nach spätestens zwei Legislaturperioden – diese Zeit benötige ich bei realistischer Betrachtungsweise – soll Freudenberg finanziell so gut aufgestellt sein, dass Investitionen in Infrastruktur, Sicherheit und Lebensqualität aus dem Einnahmeplus getätigt werden können – also ohne zusätzliche Schulden. Mein Ehrgeiz ist es, dass Freudenberg schon in ein paar Jahren wieder attraktiv ist. Junge Familien sollen sich für Freudenberg als Wohnort entscheiden, und im Standortwettbewerb soll die Stadt mithalten und zwischen Investitionsangeboten aussuchen können.
Das alles will ich nicht alleine bewerkstelligen, sondern einen Think Tank aus kompetenten Bürgerschaftsvertretern und hoch motivierten Verwaltungskräften ins Leben rufen. Gemeinsam werden wir dieses Ziel mit großem Engagement, mit Fantasie und hoher gemeinsamer Fachkompetenz erreichen.

Start.SEPT

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