Rund 3 Jahre lang haben wir Vokabeln gepaukt und Grammatik gebüffelt. Heute ist Rumänien für mich ein echter Wohlfühlraum.

Dr. Hildegard Dengel war uns stets eine strenge und facettenreiche Lehrerin: nicht nur Aussprache stand auf ihrem Lehrplan, sondern auch die Geschichte Rumäniens und sehr viel Landeskunde.

3 Jahre, die sich gelohnt haben: Rumänien ist mir zur Wohlfühlzone geworden.

Im Januar 2009 war es dann endlich soweit: wir bekamen unsere Teilnahmebescheinigungen und der amtierende Freudenberger Bürgermeister eine Lektion in Rumänisch:

“Im Rumänischen steht der unbestimmte Artikel vor dem Wort, aber der bestimmte Artikel ist ein Suffix.” Daraufhin gestand Bürgermeister Günther ein: “Es ist heftig, wenn man nach 6 Jahren Schulfranzösisch in Frankreich volltanken will und plötzlich wie der Ochs vorm Berge steht.”

Faceţi-mi vă rog plinul! Bitte volltanken auf Rumänisch.

Den Tank vollbekommen: kein Problem!, auch wenn ich zwischen Timișoara und București meistens mit dem Zug unterwegs bin. Aus einem unbekannten Land ist mir eine echte Komfortzone geworden, und hin und wieder besuche ich die Gottesdienste der rumänisch-orthodoxen Kirchengemeinde in Siegen.

Während sprachlich manches in Vergessenheit geraten ist, sind Interesse und Zuneigung geblieben. Rumänien ist ein faszinierendes und widersprüchliches Land voller Reichtümer, Schönheiten und Abgründe. Eine romanische Sprache, direkter Erbe des klassischen Lateins, mit diversen slawischen Lautmerkmalen. Lebensfrohe Leichtigkeit, gepaart mit der Tiefgründigkeit orthodoxer Spiritualität. Die Landesgeschichte ist kompliziert. hin und hergeworfen zwischen Okzident und Orient, wovon auch die vielen Mythen und Sagen zeugen. Naturwunder, eine erstaunliche Architektur und eine ursprüngliche Landschaft. Ich bin nicht der einzige, der davon nicht mehr loskommt.

Übrigens kandidierte ich 2009 auch für das Bürgermeisteramt. Aus diesem Anlass führte die rumänische Journalistin Karina Gheorghe ein Interview mit mir.

Interview mit Rainer Beel
Fragen: Karina Gheorghe*

Karina Gheorghe: Wie sind Sie überhaupt dazu gekommen, im Bereich Politik tätig zu werden?

Rainer Beel: Ich bin schon immer politisch interessiert gewesen, aber sich zu engagieren? Ich stehe in manchem sicherlich links; zum Beispiel was den Gerechtigkeitsgedanken angeht. Vom Hintergrund und meinem Selbstverständnis her bin ich aber bürgerlich; und auch in vielem sehr wertkonservativ.

Meine erste Prägephase war in den 80er Jahren. Ich hörte damals Nena und wählte grün. Eine zweite hatte ich Anfang der 90er. Ich war zu der Zeit am Siegerlandkolleg, und dort waren es vor allem zwei Lehrer, die aus dem Funken Interesse das Feuer Engagement entfachten. Auch der Zusammenhang zwischen dem, was in einer Gesellschaft gilt und ihrem Erscheinungsbild wurde mir mehr als deutlich. So begann ich kurz entschlossen das Studium der Theologie statt der Politik. Englisch hatte ich sowieso machen wollen. 1998 trat ich der UWG bei. Die gibt es heute nicht mehr. Ein bisschen Protest und Unzufriedenheit mit den Verhältnissen hier vor Ort steckte auf alle Fälle dahinter. Ein Jahr später wurde ich Bürgermeisterkandidat der UWG. Das war natürlich noch zu früh.

Aus welchen Gründen möchten Sie nun nach 10 Jahren im Stadtrat für das Bürgermeisteramt kandidieren? Welches sind die Beweggründe Ihrer Kandidatur zum Bürgermeister?

Mich erschüttert der schleichende Niedergang, denn ich liebe meine Heimatstadt sehr. Es ist höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen. Die Freudenberger sollen wieder sagen können, daß es schön ist, hier zu leben. Als Bürgermeister möchte ich jeden Tag präsent sein und die Dinge voranbringen.

Sie sagten, Sie wollten die Kommunalpolitik ganz an den Nagel hängen. Warum haben Sie sich letzten Endes doch umentschieden?

Sicherlich hätte ich einen Schlußstrich ziehen können. 10 Jahre Opposition, 10 Jahre Aufzeigen von Alternativen und 10 Jahre der Abwehr nicht nachvollziehbarer Entscheidungen sind genug. Danach muß es weitergehen, oder es dreht sich alles im Kreis.

Leute, auf deren Meinung ich viel gebe, haben mich davon überzeugt, jetzt noch einmal als Bürgermeisterkandidat anzutreten. Die Zeit sei reif für eine Veränderung – und ich denke, sie haben recht.

Sie sagten, es gehe nun um alles oder nichts: Bürgermeisteramt oder Abschied von der Kommunalpolitik. Was gedenken Sie zu tun, wenn Sie Abschied von der Kommunalpolitik nehmen müssten. Welche Alternativen / Zukunftspläne haben Sie?

Beruflich würde sich zunächst nichts ändern. Politisch schon. Ich habe mich noch nie irgendwo aufgedrängt. In meinem Leben haben sich die Dinge bisher immer ergeben. Darauf setze ich auch weiterhin. Ich bin jetzt 42, ledig und flexibel genug, um noch mal was ganz anderes anzufangen.

Warum denken Sie, dass Sie die richtige Person für das Bürgermeisteramt sind?

Ich bin nicht nur parteilos, sondern auch parteiunabhängig. Ich bin verläßlich und konfliktfähig, ich kann ziemlich hartnäckig sein und weigere mich, in Schablonen zu denken. Selbst meine Gegner sprechen mir Entschlossenheit und persönliches Engagement nicht ab. Das alles möchte ich nutzen, um das Amt mit Charakter zu führen.

Welche Pläne haben Sie, wenn Sie die Kandidatur zum Bürgermeister gewinnen?
Was wollen Sie bewegen in Freudenberg?

Als Bürgermeister möchte ich ganz einfache Dinge tun. Ich möchte dafür sorgen, daß unsere Schulen in Ordnung sind, und daß in den Ämtern nicht nur verwaltet, sondern auch beraten wird. Ich möchte mich darum kümmern, daß man überall instand gehaltene Straßen vorfindet und die Grünanlagen wieder einladend aussehen.
Außerdem habe ich vor, unseren Kommunalpolitikern auf die Finger zu schauen.

Freudenberg hat einen mittelalterlichen Stadtkern. Den zu erhalten und mit neuem Leben zu erfüllen, würde ich als meine Aufgabe betrachten.

Aber Freudenberg hat auch viele Ortsteile mit jeweils eigener Geschichte und eigenem Charakter. Ich denke, daß es an der Zeit ist, ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu entwickeln: Holzklauer und Alcher, Bühler und Büscher, Bottenberger, Lindenberger und Heisberger, Oberfischbacher, Heuslinger und Niederndorfer, Dirlenbacher, Flecker und Plittershagener, Mausbacher und Hohenhainer. Nur zusammen sind wir stark.

Wie lange dauert Ihr Amt, wenn Sie die Wahl gewinnen würden? Wen würden Sie dann ablösen und nach wie langer Zeit?

Die Amtszeit des Bürgermeisters ist verlängert worden. Ich würde 6 Jahre, also bis zum Herbst 2015 im Amt bleiben und müßte mich dann erneut zur Wahl stellen. Ablösen würde ich Eckhard Günther, der seit 1999, also schon seit 10 Jahren im Amt ist.

*Die Journalistin Karina Gheorghe lebt in Temeswar/Timişoara.

Start.SEPT

Manifesto

No doubt, I’m somewhat rebellious, and I’ve got my very own sense of justice. So, when I ran for mayor I stuck to traditional values like upholding honesty, contributing to society and standing up for civil liberties and free speech. I’m no man of the establishment.

+++

KrStr04
Rat.Aula2009

#Typ
Als Mensch und Politiker möchte ich kein Mitläufer sein. Charakterbildung ist nicht immer einfach, aber unerlässlich, und Rückschläge und Niederlagen gehören dazu. Dann heißt es, Abstand von sich selbst zu gewinnen, aber dran zu bleiben. In der Vergangenheit zu schwelgen bringt keinem was – und das ist auch weder männlich noch konservativ.

#Konservativ 
Ich bin konservativ, weil mir mehr am Erhalt als am Umbruch liegt.

#Freiheit
Jeder soll sich unabhängig von nationalen Stereotypen selber verwirklichen können. Es gilt, sich zu arrangieren, nicht sich anzupassen.

#Politik
Den Mund aufmachen, Freiheit nutzen und Freiheit verteidigen ist mir Grund genug, politisch mitzureden. Weil Freiheit aber auch zu Zügellosigkeit und Bevormundung verkommen kann, ordne ich meine dem christlichen Gewissen unter. Konkret heißt das: Freiheit ist für mich kein Egotrip; Verantwortung und Umsicht gehören dazu.

#Europa
Ich wünsche mir mehr Demokratie und Zusammenhalt in Europa. Kulturräume sind mir wichtiger als Nationalstaaten.

#Demokratie
Demokratie bedeutet für mich: mitmachen, egal ob Mainstream oder nicht.

#Asyl
Derzeit ist unser Asylrecht ausgehebelt. Wir bezahlen viel Geld an die Türkei, und damit an Recep Tayyip Erdoğan, einen islamistischen Tyrannen, der über Leichen geht, um potentielle Antragsteller von uns fernzuhalten. Das ist menschlich schäbig und politisch verantwortungslos. Das Geld ist besser angelegt, um in Europa einheitliche Asylstandards zu gewähren, samt Unterbringung und allen Sozialleistungen. Ansonsten kommt es immer mehr zu einem Überbietungs- bzw. Unterbietungswettbewerb, an dem die EU zerbricht.

#Menschenrechte
Menschenrechte sind universell gültig, aber nicht universal durchsetzbar. Ihre Geltung verlangt Einsicht und Selbstverpflichtung. Für uns heißt das, Menschenrechte niemals infrage zu stellen, sondern glaubhaft dafür zu werben.

#Integration
Es geht nicht um Assimilation oder Diskriminierung, sondern um Respekt oder Arroganz.
Wer dazugehören will, integriert sich; wer nicht dazugehören will, lässt es. Am Ende hat keiner Grund, sich zu beschweren.
Wer nicht dazugehören will, diskriminiert sich selber.

#Bürgermeister
Ein guter Bürgermeister ist nicht der Boss, sondern der Hodscha. Er erkennt Probleme und schlägt Lösungen vor. Entscheiden muss der Rat.

#Glaubensfragen
Es ist ein Zeichen des Respekts, Unterschiede in Glaubensfragen zuzulassen und Gegensätze nicht zu vertuschen. Die Bereitschaft zur inhaltlichen Auseinandersetzung sagt viel über die eigene Glaubwürdigkeit aus. Bashen – sich selbst und andere – kann jeder.

#Ehe und Familie
Bei aller Toleranz, aber den Lutheraner kann und will ich nicht verleugnen. Für mich ist eine Ehe, was Gott zusammenfügt. Sie ist Ausdruck von Schutz und Geborgenheit für die Liebe von Mann und Frau.

+++

Start.SEPT.D1
Carport.08.15

+++

Bobe.09
Aldi09
Bahnhofstr. 2009

+++

Demo

Zum Jubiläum unserer Siegener Kirchengemeinde habe ich versucht zu beschreiben, was uns als Lutheraner ausmacht: Warum lutherisch?

Gott ist anders

Im Januar 1961 forderte John F. Kennedy seine Landsleute auf: fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt. Im Verhältnis zu Gott ist es genau umgekehrt: Gott hat schon alles getan, was für uns und unser Leben notwenig ist. Wir sollen und können dem nichts mehr hinzufügen (sola gratia). Gott schenkt es uns und fordert uns auf, es anzunehmen und täglich zu gebrauchen. Damit sind wir befreit von aller Existenzangst und jeder Art des Rechtfertigungsdrucks. Wir können als Beschenkte leben und auch unseren Freunden und Nachbarn, ja sogar unseren Feinden davon abgeben.

“Führe mich, o Herr, und leite
meinen Gang nach deinem Wort;
sei und bleibe du auch heute
mein Beschützer und mein Hort.
Nirgends als von dir allein
kann ich recht bewahret sein.”

Ich kannte diese Zeilen früher nur als Gebet. Sie stammen aus dem lutherischen Kirchenlied “Gott des Himmels und der Erden“ von Heinrich Albert. Gedanklich und teilweise wörtlich folgt Albert dem Morgensegen Luthers:

“Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesus Christus, deinen lieben Sohn, dass du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast; und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem Übel, dass dir all mein Tun und Leben gefalle. denn ich befehle mich, meinen Leib und Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, dass der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen.”

Gott und sein Wirken stehen im Mittelpunkt

Das ist fast schon eine Zusammenfassung lutherischer Frömmigkeit: Gott und sein Wirken stehen im Mittelpunkt, nicht der Mensch und sein Wollen, und weil Gott sich uns in Christus vollkommen offenbart hat, können wir jederzeit zu ihm kommen, alles von ihm erbitten und alles von ihm erwarten. Es bedarf keiner Mittler und keines moralischen Kredits. Kein Ansehen, Amt oder Studienabschluss sind maßgeblich, sondern allein Christus (solus Christus).

Christen sind wir nur, wenn wir uns auf Christus gründen und ihn im Glauben als unseren Herrn und Heiland annehmen (sola fide).

Kirchturm der Siegener St.-Christophorus-Kirche

Gott und das Leben der Kirche

“Wenn ich nicht durch Zeugnisse der Schrift und klare Vernunftgründe überzeugt werde” – Martin Luther auf dem Reichstag zu Worms (1521)

Unser Wissen über Christus stammt im Wesentlichen aus der Bibel, deshalb kann auch nur die Bibel Maßstab kirchlichen Lebens und theologischen Denkens sein (sola scriptura). Aber seit langem schon hat sich in der Theologie und im Alltag vieler Kirchen ein ganz anderer Umgang mit der Bibel als Heiliger Schrift etabliert: man versucht durch formale Kriterien Aussagen über Autoren, Motive und letztlich Gott selbst zu treffen. So wird datiert, theoretisiert, es werden Quellen geschieden und nach kulturellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen erforscht. Damit rückt man immer weiter ab vom Offenbarungsgehalt der Heiligen Schrift und versteht sie fast nur noch als Sammlung von Glaubenszeugnissen Einzelner oder verschiedenartiger Gemeinschaften in ihren jeweiligen Epochen. Im völligen Gegensatz dazu geht man im in der lutherischen Theologie vom geistgewirkten Inhalt der biblischen Bücher aus, erkennt ihren Offenbarungscharakter an und versucht Aussagen über Autoren, Gott und das Leben der Kirche vom Inhalt der biblischen Bücher her zu formulieren. In einer seiner Tischreden sagte Martin Luther: “Die Heilige Schrift ist das Höchste, es ist ein göttliches Buch, voller Trost in allen Anfechtungen.” Für uns gilt das noch heute.

Warum also lutherisch?

Wir Lutheraner sind keine Farbtupfer auf der bunten Palette monotheistischer Glaubensgemeinschaften, sondern, ein historisch gewachsener Zweig der heiligen, christlichen Kirche, in der das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut dem Evangelium gereicht werden (Augsburger Konfession, Artikel 7). Als Lutheraner bin ich wahrhaft katholisch, ohne evangelisches Erbe verleugnen zu müssen.

Deserted streets, disrupted lives: the outbreak of the coronavirus emptied streets and public places in the Siegerland as well. In late March/early April 2020 Siegen looked like a ghost town. People stayed at home, either by government instruction or personal response:

When it all fades away
And I stand alone
What will I say
What will I do
When it all fades away

In religiösen Fragen sei es oft leichter zu sagen, was man nicht glaube, formuliert Mirjam Klein, heute Pfarrerin in Kreuztal, in einer Andacht, die der Kirchenkreis Schwelm in seinem Online-Angebot hat. Dass Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen habe, dass Maria Jungfrau war, als sie Jesus bekam, das glaube sie alles nicht. “Und die Liste ließe sich erweitern.”

Die theologischen Unterschiede zwischen Amtskirche und Stadtmission beschränken sich also mitnichten nur auf die Frage der Frauenordination, sondern betreffen den Kern des christlichen Glaubens. Sie glaube auch nicht, dass Gott ein alter Mann mit weißem Bart sei, führt Klein in ihrer Andacht weiter aus. Wer glaubt das schon? Aber natürlich: die ablehnende Erwähnung alter weißer Männer darf nicht fehlen. Offensichtlich erkennt der amtskirchliche Feminismus im traditionellen Christentum einen Konkurrenten und Herausforderer, mit dem es keine Kompromisse geben kann. Predigende Frauen seinen unverzichtbar, lässt die Amtskirche demzufolge wissen und macht damit die Anerkennung ihrer Ordinationspraxis zur Bedingung für die Teilnahme an der Allianzgebetswoche 2020. Aber Tagespolitik und gesellschaftlicher Opportunismus sind kein Gottesdienst. Eine Kirche, die nur noch zeitgeistige Manifestation politischer Wunschvorstellungen sein will, ist keine.

Wer heute zu erkennen gibt, dass er wirklich Christ und gläubig ist, erntet allenfalls noch Spott und Mitleid. Die Herren Marx und Bedford-Strohm tragen ihre Kreuze nur noch situativ – oder nehmen sie ganz ab, wenn es opportun erscheint. Die CSU will das Kreuz überhaupt nicht mehr christlich verstanden wissen und kaum noch jemand weiß, worum es an christlichen Feiertagen geht.

Dass die Stadtmission Kreuztal keine Lust hat, die Allianzgebetswoche zum Abbild amtskirchlichen Allerleis werden zu lassen, kann ich trotz Abgrenzung gegenüber der reformierten Tradition gut nachvollziehen.

Links

Bremen reminded me to England, I wanted Bremen to remind me so. 😉

Otherwise: Hanseatic flair, openness and great beer makes the town well worth a visit.

It was finally time to go and see Amsterdam, and here it was what it looked like. Amsterdam break in October 2019.

Klaus Jens ist Parteipolitiker. Seine Kreisdelegierten haben ihn von Mal zu Mal wiedergewählt. Schließlich verspricht Klaus Jens Kontinuität.

Sein Fraktionschef schätzt ihn als sehr loyales Mitglied.

Klaus Jens weiß zu gefallen – und er weiß sich zu beherrschen. Auf seinem offiziellen Twitter-Account teilt und begrüßt er im Wesentlichen Stellungnahmen seiner Partei. Nur gelegentlich teilt er seine Sicht der Dinge mit. Hier eine Auswahl solcher Tweets.

“Ich sage immer: zuerst das Land, dann die Partei. Schließlich ist unsere Partei die Seele des Landes.”

“Es kommt nicht darauf an, was man sagt, sondern dass man oft was sagt.”

“Wer in der Politik etwas erreichen will, braucht vor allem Geduld und Stehvermögen. Wer vorprescht, verliert. Wer sich querstellt, landet hinten. Nur wer fest auf zwei Beinen steht, stolpert nicht.”

“Als Politiker muss man manchmal die Leute vor sich selber schützen.”

“Für die Politik muss man geschaffen sein. Wer nicht früh Kontakte knüpft und sich bewährt, kriegt später keine Chance. Man muss wissen, wie der Hase läuft. Wer Tapeten wechseln will, sollte Maler werden.”

“Feste Grundsätze machen unbeweglich. Aber ein Politiker muss Strömungen erkennen und beherrschen können. Entweder man reitet oben auf der Welle, oder man geht unter. “

“Proteste gibt es immer; werden sie zu laut, bleiben zwei Möglichkeiten: Wasserwerfer oder sich beteiligen. Alles eine Imagefrage.”

“Privatisierungen bieten den Vorteil, dass man mit dem operativen Geschäft auch das Risiko und die Verantwortung abgibt. Durch den Sitz in Beiräten bleibt man präsent, aber wenn die Hütte brennt, ist man fein raus.”

“Auch ein Politiker muss sehen, wo er bleibt. Du fängst früh an, erkämpfst deinen Platz und verteidigst ihn. Beruflich ist da sonst nichts mehr zu machen. Ein späterer Umstieg ist deshalb immer ein Abstieg. “

“Glaubwürdigkeit ist so wichtig. Enttäuschungen bleiben ja nicht aus. Nicht schlimm! Schlimm ist, wenn die Leute nicht mehr an uns glauben. Deshalb dürfen Reden und Handeln nicht immer im Einklang stehen.”

“Karneval ist keine Zeit für Witze. Ein falscher Satz hängt lange nach. Witze reißen lässt sich am Aschermittwoch, auf Kosten des politischen Gegners. Dafür hat jeder Verständnis.”

“Natürlich ist der Klimawahn Ablenkung. Die kleine Greta mit ihrer Angst um die Zukunft lässt globale Schieflagen vergessen: Klimagerechtigkeit vs. soziale Ungerechtigkeit. Wer sich ums Klima kümmert, stellt keine Machtfrage.”

“Je mehr Abstand man nimmt, desto besser die Übersicht. Politiker dürfen nicht betriebsblind sein, sie müssen das Große und Ganze im Blick behalten.”

“Wer die Dinge verändern will, muss ihren Untergang beschwören. Angst weckt die Sehnsucht nach politischer Führung. Ein guter Politiker weiß um die Bedeutung von Verlustängsten.”

“Nichts gegen die Evangelischen Landeskirchen. Diese Leute habe ein hohes Mobilisierungspotential. Aber woran die im tiefsten Herzen glauben ist so mysteriös wie der Inhalt einer Damenhandtasche.”

“Wer Parteien kritisiert, sollte bedenken, dass es besser ist, Teil eines größeren Ganzen zu sein, als alleine dazustehen, und für alles selber geradezustehen. Parteien sind Verantwortungsgemeinschaften.”

I have to admit, I’m an addict to Ostend. I’m a stranger to this place but this place has never been a stranger to me.

Is it better to renovate or rebuild? In Freudenberg, there’s an easy answer: Let’s bulldoze, baby. Bulldoze and rebuilt from scratch. Unfortunately, it’s all about profit potential. People don’t realise that historic preservation and downtown revitalisation go hand in hand – maybe they don’t care.

I haven’t really seen this round here before. But it’s becoming a fashion: demolishing a house the DIY way.

This house was neither dilipidated nor damaged. The owners had a sawmill once, and you can still see this by the solid wooden structure. However, the historic home has to go. Property developers want to replace it by a profitable private residence project – a trend even in small towns nowadays.

To save money, DIY tactics are applied here. A team of builders who don’t mind getting their hands dirty install temporary fencing, knock out walls, and sooner or later the rest will collapse on its own.