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Adventsandacht

Gehalten im CJD Olpe | Textgrundlage: Markus 13, 24-37
Pom de Craciun
Ich gebe gerne zu, dass es ist nicht so mein Ding ist, wenn mich jemand warten lässt. Stundenlange Sitzerei beim Arzt, das Warten vor roten Ampeln oder das Herumzockeln hinter selbsternannten Verkehrserziehern lassen meinen Puls steigen – vor Ärger.

Der Text aus der Bibel, den wir gerade gehört haben, fordert dennoch jeden von uns auf, sich einzulassen auf geduldiges Abwarten und Ausschau halten. Eine reichlich uncoole Forderung. Wir sollen die Augen offen halten, die Dinge sich entwickeln lassen und darauf vertrauen, dass Gott uns schon nicht verstösst oder einem sehr ungewissen Schicksal überlässt.

Der Advent hat mit dem Kommen des Herrn zu tun. Weihnachtsdeko anbringen, Plätzchen backen, Grusskarten schreiben… Die Geburt des Herrn zu Weihnachten ist nur eine Art seines Kommens. Mittelpunkt unseres Glaubens ist die Überzeugung, dass Gott kommt, dass er zu uns kommt, dass er kommt, um uns zu stärken, zu erlösen und um sich uns zu offenbaren. Und daher ist es angemessen, wenn wir die Augen und Ohren offen halten, wenn wir gespannt sind auf alle Arten seines Kommens.

Der Herr kommt. Nur, wann, dass weiss niemand. Jede Menge Leute versuchen daraus verdammt schlechte Nachrichten zu machen: “Wisst ihr, ob ihr denn errettet werdet am Tag seines Kommens?” Wisst ihr, ob ihr in den Himmel kommt?” In der Regel wissen diese Leute dann auch sofort, was man denn tun muss, um am Tag X dabei zu sein. Dabei ist die Message hier – Gottes Zusicherung nämlich, dass die Zukunft offen ist – eine nur gute. Wir sollen einfach tun, was uns von Gott zu tun aufgetragen worden ist – und währenddessen schlicht unsere Augen und Ohren offen halten. Dass dürfte allerdings auch reichen, um uns auf Trapp zu halten. Für unfruchtbare Spekulationen darüber, was denn so abgehen wird am Tag seines Kommens, bleibt dann keine Zeit mehr.

Also: Kümmert Euch um die, die Eure Zuwendung brauchen, bestehlt Euch nicht untereinander und macht Euch nicht gegenseitig das Leben schwer. Helft Euch und nehmt die auf, die neu in Eure Grupe kommen. Versucht Frieden zu stiften, wo Streit herrscht und haltet zusammen. Keiner von uns kennt die Zukunft. Gott sei Dank! So bleiben wir nämlich frei zu tun, was zu tun ist und können hoffen. Wie auch immer die Ankunft des Herrn sein wird, sie wird bestimmt überraschend und cool sein. So cool wie die Geburt, die wir in zwei Wochen feiern werden.

Haltet die Augen offen, bleibt dran, bleibt dran am Leben und lasst den Mut nicht sinken. Krankheit, Schwierigkeiten am Arbeitsplatz, Ärger mit den Lehrern und den Sozis… Wir Menschen haben es schon drauf, uns gegenseitig fertig zu machen. Wenn Ihr im Dunkeln eine Strasse entlang geht, könnt ihr immer nur so weit sehen wie das Licht reicht. Wenn Ihr aber weiter geht, kommt neues Licht – so lange, bis Ihr endlich ankommt. Unser irdisches Leben ist ein Weg, nicht das Ziel. Also sitzt nicht herum und gafft – das ist hier nicht gemeint, sondern haltet die Augen offen: “Hey, guck mal da!” Das ist Eure Adventaufgabe: Wacht, haltet Augen und Ohren offen – und wartet. Wartet es ab. Gott wird so manche Überraschung für Euch parat haben.

Amen.

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