Was Mohammed einst vorgemacht hat

November 20th, 2015

“Erst die Freiheit macht es möglich, dass man seinen Glauben behält und trotzdem eine gewisse Distanz zu diesem Glauben wahrt, die Selbstkritik und Satire zulässt.”

Das halte ich für einen Schlüsselsatz in Hamed Abdel-Samads Buch “Mohamed – Eine Abrechnung”. Abdel Samad schreibt weiter: “Und genau da liegt das Problem vieler Muslime.” Ich würde ergänzen: da liegt das Problem aller Verunsicherten, egal ob Christen, Muslime oder Atheisten. Das ängstliche Festhalten an Dogmen ist kein Glaube, sondern Glaubensersatz.
Erst der Mut, sich selbst und seine Überzeugungen in Frage zu stellen, führt zur Freiheit, echte, eigene Überzeugungen zu vertreten.

In Johannes 8 heißt es, “die Wahrheit wird euch frei machen.” Im christlichen Kontext heißt das: die Bibel erschließt sich von ihrem Mittelpunkt Christus her. Anders gesagt: Der Inhalt gibt Aufschluss über den Autor, nicht umgekehrt – und um den Inhalt sollte es gehen, immer.

Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Islam – wie grundsätzlich mit allen Weltanschauungen – halte ich für unerlässlich. Dazu gehört auch Polemik und Satire. Nach dem Lesen von Abdel-Samads Buch über Mohamed stimme ich ihm voll und ganz zu: “1400 Jahre später wiederholen die Kämpfer des IS all das, was Mohammed einst vorgemacht hat.” — Leider!

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