Leute ohne Horizont und Migrationserfahrung

May 6th, 2017


Die Amtskirche ist nur noch ein schlechter Scherz. In Siegen wetterte der Aussiedlerbeauftragte der EKvW, Edgar Born, gegen Einheimische. Reine “Deutschlanddeutsche” seien das, befand er, also Leute ohne Horizont und Migrationserfahrung, und die h√§tten ein Problem: “Wir k√∂nnen davon ausgehen, dass in rund 20 Prozent der K√∂pfe eine braune Grundschlacke vorhanden ist.” Bei seinen Amtskirchengeschwistern stie√ü Born damit auf Zustimmung: die Einstellung mancher Gemeindeglieder sei “erschreckend”.

Wie weiter? Born fuhr fort: “Eine erhebliche Aufgabe wird es sein, Deutschlanddeutsche in die moderne Vielfaltsgesellschaft zu integrieren. Es gibt Leute, die haben den Knall noch nicht geh√∂rt.” Die Amtskirche solle vorangehen und vermehrt Kirchenasyl gew√§hren. Kirchenasyl gebe dem Staat Zeit, Fehler zu revidieren.

Ich finde diese Beleidigungen freakig und unversch√§mt. Au√üerdem w√§ren Born und seine Mitstreiter glaubw√ľrdiger, wenn sie zur Finanzierung ihrer politischen Mission nicht ausschlie√ülich auf die Kirchensteuer setzten, die kommt n√§mlich fast nur von den Deutschlanddeutschen und damit auch von denen mit der angeblichen braunen Grundschlacke im Kopf. Leute ohne Horizont und Migrationserfahrung sind die Amtskirchenfunktion√§re im √ľbrigen selber.

Als Christ bin ich froh, dass wenigstens nicht der Name Gottes f√ľr dieses aggressive Ethno-Bashing missbraucht worden ist. Die Amtskirche hat Gott l√§ngst an den Nagel geh√§ngt.

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