Ein gutes Fundament

February 27th, 2021

Im Leben bekommt man mehr als nur ein Zeugnis ausgestellt. Erst in der Rückschau wird deutlich, welcher rote Faden sich durch die verschiedenen Bewertungen zieht.

“Wissen Sie eigentlich gar nicht, dass man heute nur mit Jesus Christus keine Kirche mehr führen kann?”

Dieser Satz besiegelte meinen Austritt aus der westfälischen Landeskirche und damit auch der Ev. Kirchengemeinde Freudenberg. Zuvor hatte ich mich beim Evangelischen Studienwerk um ein Stipendium beworben. Ich war denen aber zu altgläubig, und die waren mir zu unglaubwürdig.

Im Jahr darauf war meine Mitgliedschaft in der EKvW Geschichte.

Das Gutachten, das der längst verstorbene Freudenberger Pfarrer Bernd Steinseifer im Februar 1994 über mich abgab, beschreibt mich immer noch gut. Ich habe es kürzlich wieder in der Hand gehabt.

Mit Pfarrer Steinseifer unterhielt ich mich oft und lange. Über sein Feedback zu meiner Arbeit über den Siegerländer Gemeinschaftsverband – da war ich längst ausgetreten – freute ich mich besonders.

Hier kommt es als PDF:

Auch mein damaliger Englischlehrer, der viel mehr als nur Englisch zu vermitteln wusste, stellte mir ein Empfehlungsschreiben aus: “strikte Pflichterfüllung” heißt es darin und “geistige Wendigkeit und Kreativität”.

Mein Abitur legte ich im Winterhalbjahr 1993/94 ab. Immerhin mit der Durchschnittsnote 2,1. Zuvor hatte ich manch eine berufliche Erfahrung gesammelt.

Vieles erschließt sich erst in der Rückschau richtig. Meine dienstliche Beurteilung nach dem Eintritt in den öffentlichen Schuldienst weicht von all dem nicht ab: “hohes Engagement”, “sozial-integrativer Führungsstil”, das liest man gerne. Selbst in einem mir übel wollenden Zeugnis werden mir gute Arbeit in meinen Fächern & “Selbstbewusstsein und Verhandlungsstärke” bescheinigt. Das ist doch ein gutes Fundament für weitere Aufgaben.

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