Erinnerung: Wunder gibt es immer wieder

October 17th, 2020

“Wunder gibt es immer wieder”, sang Katja Ebstein 1970. “Heute oder morgen können sie geschehen.” Warum auch nicht? Man muss nur hinschauen! Doch leider haben viele das verlernt. Pessimismus mit wissenschaftlichem Anstrich verstellt ihnen den Blick auf das Alltägliche: “Wunder gibt es immer wieder.”

Das Leben ist keine kleinliche Aufrechnung von Zwangsläufigkeiten, sondern so wunderbar und erstaunlich wie sein Schöpfer, der es jeden Tag erneuert und erhält. Gott lässt sich von uns nicht lenken und nicht leiten, sondern er lenkt und leitet uns. Das hätten viele gerne anders.

Ziel aller wissenschaftlichen Forschung, nicht nur der naturwissenschaftlichen, ist die Anwendbarkeit. Man will Pänomene verstehen, beschreiben und sie dadurch beherrschen. Ein Flugzeug, das nur in aller Regel fliegt, taugt nichts. Formulierte Naturgesetze bieten Sicherheit. Aber ein Arzt weiß sehr wohl, dass ein Mensch und seine Krankheit nur individuell behandelbar sind. Ein Arzneimittel für ein Leiden angewendet bei allen Patienten taugt nichts.

Als Theologe weiß ich vor allem eins: Gott ist völlig souverän in seinem Handeln. Man kann ihn nicht auf Gesetzmäßigkeiten festlegen noch als zum Lückenbüßer für Ausnahmefälle machen. Er lässt sich nicht erforschen, beschreiben und beherrschen.

Was wir über Gott wissen, wissen wir, weil er sich uns in Christus offenbart hat. Wir wissen genug, um uns ganz auf ihn verlassen zu können. Aber wir sind nicht schlauer als Gott, wir können unser Leben nicht alleine beherrschen und zur vollen Entfaltung bringen, nicht ohne Gott. Wir können auch keine Deals mit ihm machen. Wir können und sollen aber alles von ihm erbitten. Gott allein ist der Urheber der Regeln und Gesetze, und allein für ihn sind sie zur Gänze nutz- und anwendbar. Die Wunder in der Bibel offenbaren das, und Wunder gibt es immer wieder, auch heute und morgen noch.

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