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Endstation Moskau?

July 4th, 2013

Spionage und Geheimnisverrat sind keine Peanuts. Glaubt man USA TODAY handelt es sich bei Edward Snowden um einen typischen Nerds: aufgeweckt, aber orientierungslos, eifrig und unbesonnen. Snowden hat einen Scherbenhaufen angerichtet, auch für sich persönlich. Jetzt sitzt er in Moskau wie die Maus in der Falle. Nicht als Held oder Märtyrer, sondern als tragische Figur.

Ein ewig grinsender Putin, ein erneut ahnungsloser Friedrich und Merkel und Obama, die so tun, als ginge sie das alles nichts an. Snowden hat nichts Neues offenbart. Geheimdienste spionieren nun mal. Wer die USA noch nie leiden konnte, fühlt sich bestätigt und die Verschwörungstheoretiker klatschen in die Hände. Vielen ist es egal und andere betrachten Leute wie Snowden als Erlöser. Das hat man auch mal von Den meisten ist es egal, mir fällt auf, dass einige Whistleblowers zu Heiligen stilisieren.

Leute wie Snowden denken nicht lange nach. Sie scheren sich nicht um die Konsequenzen ihres Handelns, sondern setzen darauf, dass andere für sie die Kastanien aus dem Feuer holen. Trotzdem sind sie wichtig, weil sie aufrütteln. Sie sind wie pubertierende Teenager, die sich zu Recht gegen Basta-und Alternativlos-Politik auflehnen, ohne Gegenentwürfe durchdacht haben zu müssen.

Geheimdienste spionieren. Aber wie viel Spionage ertragen wir? Wie viel Druck und Bevormundung halten wir im Job aus, ohne innerlich zu kündigen? Wie viel Mainstream und Bevormundung halten wir in der Politik aus, ohne Nichtwähler zu werden?

Der Nerd Snowden rebelliert hilflos gegen unser aller Gleichgültigkeit. Deshalb grinst Putin. Snowden braucht kein Asyl, sondern einen Ausweg.

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