Die Pfingstzumutung

June 7th, 2019

“Wieso haben wir eigentlich frei?” Lehrer neigen dazu, Fragen mit Gegenfragen zu beantworten: “Weiß jemand, was Pfingsten ist?” Niemand wusste es, natürlich nicht!

Pfingsten kommt im Denken der Leute nicht vor, weil Pfingsten einen klaren Anspruch erhebt:

“Ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde…”

Dass es höhere Mächte gibt, ahnten oder wussten die Leute schon immer. Auch dass es Gut und Böse gibt, war ihnen grundsätzlich klar. Aber was das alles konkret bedeutete, darüber stritten selbst jene, die es schriftlich hatten: das Volk der Juden. Die stritten auch über den Messias: Hosianna und Kreuzige ihn rief man fast in einem Atemzug, und selbst die Jünger Jesu wussten nicht wirklich, wen sie vor sich und auf was sie sich eingelassen hatten. Jesu Wirken, sein Tod und seine Auferstehung waren zu verwirrend. Das alles änderte sich erst an Pfingsten. Erst durch die Herabsendung des Heiligen Geistes offenbarte sich Gott vollkommen und dreifaltig: als Urkraft, Freund und Quelle aller Weisheit und Erkenntnis; als Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Heute können wir erkennen, wer Gott ist und was er will.

So wie Jesus die Mitte der Heiligen Schrift ist, sollte der Heilige Geist die Mitte unseres Lebens sein. Pfingsten ist die Initialzündung des Christentums und der Urknall der Kirche. Alle Theologie, die nicht von Pfingsten her gedacht wird, kann man in die Tonne klopfen: Thema verfehlt.

Ich wünsche allen ein bedeutsames Pfingstfest!

Link: Deutsche Bibelgesellschaft: Pfingsten

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