Die EKD islamisiert sich

May 21st, 2016

Die sog. ‪‎EKD‬ ‎islamisiert‬ sich immer mehr. Während Kirchenchef Bedford-Strohm das Kuratorium “Münchner Forum für Islam” bereichert und damit für die “Wahrung islamischer Identität” einsteht, wirbt seine Mitstreiterin, “‪‎Bischöfin‬” ‎Junkermann‬ für den Neubau einer Moschee in ‪‎Erfurt‬.

Der Grund für so viel Eifer in Sachen fremder Religion ist klar: die ‪‎Amtskirche‬ fürchtet um ihre Privilegien. Bei einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Islam könnten die nämlich in Frage gestellt werden. Also trinken die Amtskirchler den tödlichen Schierlingsbecher der Beliebigkeit. Viel aufzugeben ist ohnehin nicht mehr.

Als Bekenntnislutheraner kann ich darüber nur trefflich staunen und bleibe unbeirrt bei Gottes Wort, “Luthers Lehr'” und “Wittenbergisch Bier” – okay, kann auch ‪‎Eisenacher‬ oder ‎Ursus‬ sein. Ich frage mich, wem die Amtskirche auf Dauer eigentlich gefallen will. Allen geht ja nicht. Im Englischen spricht man in dem Zusammenhang sogar von “nations”: “Muslim nation”, “Christian nation” und so weiter. Gemeint sind keine Staaten, sondern es geht um die Tatsache, dass durch Religion eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten entsteht: derselbe Glaube, ähnliche Werte, Sitten und Gebräuche. Ich kenne das von mir selber ganz gut: ich feier mit den Rumänen Ostern, nehme in GB an der Eucharistie teil und verteidige lutherische Grundüberzeugungen gegenüber deutschen Atheisten.

Besonders deutlich wird mir die Idee von der “Christian nation” jedes Mal, wenn ich in einem anglikanischen Diasporagottesdienst bin. Da sitzen Leute aus allen Teilen der Welt, und wir alle sind im Glauben geeint. Aber wenn ein deutscher Amtskirchenfunktionär den Mund aufmacht, fühle ich mich befremdet.

Selbstverständlich kann man mit Moslems, respektive Christen, Jesiden und anderen klar kommen. Dafür muss man aber nicht so tun als ob. Es ist doch ein Unterschied, ob ich sage: “der Islam ist falsch”, oder ob ich sage: “die Moslems sind hier falsch”. Worauf will die Amtskirche also hinaus? Ich finde auch den Atheismus falsch und meine trotzdem, dass Atheisten nicht das Land verlassen müssen.

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